Vereinsnews

Vereinsnews 2021

© Kirsten Petersen

Wir begrüßen als neues Firmenmitglied die Eppendorf SE

und fragen Dr. Axel Jahns (Vice President Corporate Citizenship& Governmental Affairs):

Warum ist die Eppendorf SE Mitglied der Universitäts-Gesellschaft Hamburg geworden?

Axel Jahns: Als Hamburger Unternehmen der Life Sciences fühlen wir uns der akademischen Ausbildung und Forschung am Standort verbunden. Die Förderung des Nachwuchses in Wissenschaft und Forschung ist Teil unserer Mission, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen zu leisten.

Herzlichen Glückwunsch zur Neuwahl und zur Wiederwahl in den Beirat der UGH!

In der Mitgliederversammlung Anfang November wurde Frau Rena Bargsten (Geschäftsführende Gesellschafterin von mix Gesellschaft für Marketing und Kommunikationswelten) neu in den Beirat der UGH gewählt. Das Beiratsmitglied Herr Dr. Andreas Graf Wass von Czege (Vorstand der Edmund Siemers-Stiftung) wurde für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Wir danken beiden herzlich für ihr Engagement und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann
Interview mit Rena Bargsten, UGH-Neumitglied und Expertin für strategische Kommunikation

Für Rena Bargsten beschreibt Francis Picabias Zitat vom runden Kopf eine Philosophie, die ihr Denken und Handeln privat wie beruflich prägt. In der Universitäts-Gesellschaft engagiert sie sich bei der strategischen Ausrichtung der UGH. Welchen Stellenwert der Wissenstransfer für die Bewältigung der großen Herausforderungen hat, vor denen wir stehen und welche Chancen der 100. Geburtstag der Universitäts-Gesellschaft im kommenden Jahr bietet, erläutert sie im Interview.

© Henriette Pogoda

UGH: Als Gründerin und Geschäftsführende Gesellschafterin von mix Gesellschaft für Marketing und Kommunikationswelten sind Sie Expertin für strategisches Marketing, Kommunikation und Agenda-Setting. Als Neu-Mitglied engagieren Sie sich ehrenamtlich in der Universitäts-Gesellschaft Hamburg. Was motiviert Sie?

Rena Bargsten: Die Universitäts-Gesellschaft Hamburg hat eine beeindruckende Geschichte, zugleich sind ihre Zielsetzungen aktueller denn je. Jetzt geht es darum, den Markenkern der UGH strategisch neu zu justieren und zeitgemäß zu beschreiben. Das ist eine Aufgabe, die mich persönlich inspiriert. Als mich Prof. Manuela Rousseau aus dem Vorstand der UGH gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, an den strategischen Überlegungen zur weiteren Ausrichtung mitzuwirken, habe ich zugesagt. Ich bin gern bereit, meine Expertise in diesen Prozess einzubringen. Wegweisend für mein Denken und Handeln beruflich wie privat ist ein Zitat von Francis Picabia: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“

UGH: Im kommenden Jahr feiert die Universitäts-Gesellschaft Hamburg ihr 100jähriges Bestehen. In Planung ist ein attraktives Veranstaltungsprogramm. Wo liegen die Chancen mit Blick auf das Jubiläum?

Rena Bargsten: Das in 2022 anstehende Jubiläum ist eine großartige Gelegenheit, die Universitäts-Gesellschaft mit ihrer Historie, ihren Zielen und Aufgaben erlebbar zu machen, und zwar in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Besondere Berücksichtigung sollten dabei aus meiner Sicht Frauen und Junge Menschen finden sowie der Aspekt der Internationalität.
Aktuell gilt es, die Jubiläumsstrategie und das Umsetzungskonzept soweit zu erarbeiten, dass eine Präsentation und Diskussion innerhalb der UGH stattfinden kann. Dabei hoffen wir auf Unterstützung und Mitwirkung aus den Reihen der hochkarätigen, kompetenten UGH-Community. Ich würde mich freuen, wenn das Jubiläum ein exzellentes, breit aufgestelltes, partizipatives  und zukunftsweisendes Projekt würde.

UGH: Was braucht es, um die Bedeutung des Wissenstransfers für die Bewältigung der großen Zukunftsaufgaben noch intensiver im Bewusstsein der Menschen zu verankern?

Rena Bargsten: Wissenstransfer ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Es gilt die Menschen zu sensibilisieren, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Wissenstransfer und die daraus resultierenden Möglichkeiten, Chancen wie Erfolge immer wieder aufzuzeigen. Wissen ist der Grundstock für unser Handeln, die Basis des Fortschritts. Der originäre Auftrag der Universitäts-Gesellschaft ist es, Kommunikations-Anlässe zu schaffen, gemeinsame Projekte zu etablieren und die Menschen dabei mitzunehmen.

Neu in der Universität-Gesellschaft seit Sommer 2021

sind:

Monika Gehle und Peter Schäfer

UGH: Was führte Sie in die UGH, Frau Gehle?

Frau Gehle: Ich bin Mitglied geworden, weil ich den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, sowie insbesondere das Mentoring Programm mit seinem generationsübergreifenden (Lebens-) Erfahrungsaustausch bzw. Erfahrungsweitergabe sehr spannend finde.

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder

und freuen uns darüber, dass Sie mit Ihrer Mitgliedschaft künftig den Wissenstransfer und die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen. Die Universitäts-Gesellschaft bietet optimale Gelegenheiten, sich über aktuelle Themen zu informieren und diese zu diskutieren. Wir hoffen sehr, dass das bald auch wieder bei Präsenzveranstaltungen möglich sein wird.

Bis wir Sie persönlich begrüßen können, sagen wir an dieser Stelle: „Herzlich willkommen in der Universitäts-Gesellschaft!“

Rena Bargsten
Dr. Arno Beyer
Silvia Gripp
Dr. Rainer Klemmt-Nissen
Imke Lappalainen
Maxine Materne
Filippo Pignataro
Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro

Einige von Ihnen habe uns Ihre Beweggründe für den Eintritt in die Universitäts-Gesellschaft verraten:

© privat

UGH: Was schätzen Sie an der UGH, Frau Bargsten?
Frau Bargsten: „Ich schätze den exzellenten Wissenstransfer und die Möglichkeit, in aktuellen Projekten einen ehrenamtlichen Beitrag zur strategischen Ausrichtung der UGH leisten zu dürfen.“

UGH: Was führte Sie in die UGH, Herr Beyer?
Herr Beyer: „Nach dem Studium habe ich mich gegen die Universität und für die Praxis entschieden – im Ruhestand gibt es jetzt Einiges nachzuholen!“

UGH: Warum sind Sie Mitglied der UGH geworden, Herr Klemmt-Nissen?
Herr Klemmt-Nissen: „Ich freue mich auf neue Impulse zu Zukunftsthemen für Wirtschaft und Gesellschaft.“

UGH: Warum sind Sie Mitglied der UGH geworden und was finden Sie an ihr besonders interessant Frau Schwappach-Pignataro und Herr Pignataro?
Frau Schwappach-Pignataro und Herr Pignataro: „Wir haben uns für eine Mitgliedschaft in der UGH entschieden, weil die Universität zum Wohle aller da ist – dafür braucht es einen kontinuierlichen Austausch und wir finden die Wissenschaftspreise, maßgeblich den Berenberg-Preis für Wissenschaftssprache, besonders interessant.“

Vielen Dank!

Neu in der UGH: Maxine Materne

BWL-Doktorandin Maxine Materne „Ich glaube, viele junge Menschen möchten die Gesellschaft, in der Sie leben, aktiver mitgestalten. Für mich ist die UGH ein guter Ansatzpunkt“, sagt Maxine Materne. Die 29-Jährige sieht in der Hamburger Universitäts-Gesellschaft einen „Hidden Champion“. Warum sie vom Mentee zum Mitglied wurde und welches Projekt sie gerade für junge Wissenschaftler*innen entwickelt, erläutert sie im Interview.

© privat

UGH: Sie haben die Universitäts-Gesellschaft über unser Mentoring-Programm kennengelernt. Vom Mentee zum Mitglied: Das ist ja schon nochmal ein Schritt. Was hat den Ausschlag gegeben für ihre Entscheidung?

Maxine Materne: Das stimmt! Ich habe über das Mentoring-Programm Silke Richter kennengelernt, die das Programm betreut und schon lange aktives Mitglied der UGH ist. Ende letzten Jahres hat sie mich angesprochen, ob ich Lust hätte, das Kommunikationsteam der UGH zu unterstützen. Seitdem bin ich dort mit „an Bord“ und habe sehr viel Freude dabei. Ich glaube, viele junge Menschen möchten die Gesellschaft, in der sie leben, aktiver mitgestalten. Für mich ist die UGH ein guter Ansatzpunkt – durch den Austausch mit Menschen, die einen anderen wissenschaftlichen oder beruflichen Hintergrund haben, lernt man, neue Perspektiven einzunehmen und gewinnt wertvolle neue Kontakte. Ich schätze deshalb die Vorträge und Veranstaltungen der UGH sehr. Letztendlich war es für mich dann nur logisch, auch offiziell Mitglied der UGH zu werden.

UGH: Warum kann es für Studierende und junge WissenschaftlerInnen attraktiv sein, sich in der UGH zu engagieren?

Maxine Materne: Mich spricht vor allem der Gedanke an, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu bauen. Wenn die Corona-Krise uns eines gezeigt hat, dann, wie wichtig dieser Austausch ist. Ich denke deshalb, dass diese Idee viele junge Menschen anspricht, die sich für Wissenschaft interessieren oder in der Wissenschaft aktiv sind. Hinzu kommen das große Netzwerk der UGH und die damit einhergehenden Möglichkeiten.
In meiner Wahrnehmung ist die UGH so etwas wie ein „Hidden Champion“. Sie fördert junge Menschen – zum Beispiel durch die Deutschlandstipendien oder das Mentoring-Programm, an dem ich selbst teilgenommen habe. Gleichzeitig verfügt sie über ein wahnsinnig starkes Netzwerk sowohl in der Wissenschaft als auch der Wirtschaft. Leider ist sie bei vielen Studenten und jungen Wissenschaftlern gar nicht „auf dem Radar“. Wenn wir es schaffen, präsenter zu werden, wäre das ein großer Vorteil. Das ist eines der Ziele, das wir im Kommunikationsteam angehen wollen.

UGH: Sie planen gemeinsam mit einem kleinen Team eine Pilotveranstaltung für den Herbst, mit der wir gezielt eine jüngere Zielgruppe ansprechen wollen. Worum geht‘s dabei?

Maxine Materne: Um jüngere Zielgruppen anzusprechen, müssen wir über Themen reden, die für diese Gruppen relevant sind. Wir haben uns überlegt: Was beschäftigt Studenten und junge Wissenschaftler?
Die Rücksprache mit unseren Stipendiaten und Mentees hat gezeigt: Die Abwägung zwischen einer Karriere in der Wirtschaft oder der Wissenschaft ist eine Frage, über die sich viele Gedanken machen. Deshalb planen wir im Herbst eine Veranstaltung in Form einer Paneldiskussion mit Teilnehmern aus Wissenschaft und Wirtschaft, die selbst vor dieser Entscheidung standen. Wir stecken gerade mitten in der Konzeption, haben aber schon einige Ideen – insbesondere wollen wir die Veranstaltung interaktiv gestalten! Nachdem wir alle sehr viel Zeit vor Zoom & Co. verbracht haben, hoffen wir sehr, im Herbst wieder „live“ gehen zu können.

UGH: Zentrales Thema der UGH ist der Wissenstransfer. Komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich machen, ist dabei der erste Schritt. Sie stecken gerade in der Endphase ihrer Doktorarbeit. Können Sie die Ergebnisse kurz und knapp beschreiben?

Maxine Materne: Ich gebe mein Bestes! Ich promoviere kumulativ, das heißt meine Dissertation besteht aus mehreren Projekten, die unterschiedlichen Fragen nachgehen. In meinen Forschungsprojekten geht es allgemein darum, das Entscheidungsverhalten von Konsumenten besser zu verstehen – z. B. die Auswirkungen von Corporate Social Responsibility auf die Markenwahrnehmung oder den Einfluss von Innovationen auf den Wert eines Unternehmens.
Mein derzeitiges Projekt beschäftigt sich mit dem Einsatz von digitalen Bildern im stationären Handel. Unsere Hypothese ist, dass man mit Bildern Konsumenten gezielt beeinflussen kann, z. B. dass es einen Unterschied macht, ob ich explizit ein Produkt zeige oder nur ein schönes Landschaftsbild. Dazu haben wir eine mehrwöchige Feldstudie durchgeführt, deren Ergebnisse wir gerade auswerten.

Hamburg, den 14.06.2021

Ein Interview mit der Vorstandsvorsitzenden der UGH: Elke Weber-Braun

Die Welt im Umbruch, Corona- Lockdown und 100 Jahre Universitäts-Gesellschaft in 2022: Ein perfekter Zeitpunkt, um an der UGH-Strategie für die kommenden Jahre zu arbeiten. Nach 6 Monaten intensiver Diskussionen und Überarbeitung der strategischen Ziele ist der Umsetzungsprozess in vollem Gang. Welchen Stellenwert gerade jetzt der Transfer von Wissen hat und welchen Beitrag die UGH zur Stärkung der Allianz zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Hamburg leisten kann, erläutert Elke Weber-Braun, die Vorstandsvorsitzende der UGH im Interview:

© privat

UGH: Warum ist das Thema Transfer von Wissen und Erfahrung gerade jetzt von besonderer Bedeutung?

Elke Weber-Braun: Große Gefahren wie die derzeitige Pandemie und ebenso schnelle und abrupte Veränderungsprozesse lösen sowohl Aufbruchstimmung als auch Ängste aus. Einem Wunsch nach einfachem Rückzug aus der Wahrnehmung aktueller Probleme steht bei vielen Menschen aber auch ein erhöhtes Bedürfnis nach faktenorientierten und relevanten Informationen gegenüber. Eine verständliche und interessante Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist gerade in Krisenzeiten deshalb von besonderer Bedeutung.

UGH: Welche Einflussfaktoren sind entscheidend für die hohe Geschwindigkeit von Veränderungen?

Elke Weber-Braun: Wir leben in einer zunehmend vernetzten Welt. Veränderungen und Innovationen werden durch Digitalisierung gefördert; Data Science und künstliche Intelligenz treiben technologische Lösungen voran mit der Folge schnell steigender Verfügbarkeit und Menge von Daten und erfolgreicher Weiterentwicklung spezieller Methoden der Informationsverarbeitung. KI wird eingesetzt als eine Technologie, die menschliche Fähigkeiten wie sehen, hören, analysieren, entscheiden, handeln nicht ersetzen aber ergänzen und stärken soll.

UGH: Wie reagiert die Universitäts-Gesellschaft auf diese Entwicklungen?

Elke Weber-Braun: KI fördert wissenschaftliche Erkenntnisse, aber sie löst auch Fragen hinsichtlich ethischer Verantwortung aus. Auch alle anderen Zukunftsthemen wie Klimawandel, Artenschutz, erneuerbare Energien, Mobilitätswende und, als wichtige Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung aller Lebensbereiche, auch Bildung sind vielschichtig und vernetzt. Interdisziplinäre Forschung spielt eine wichtige Rolle. Themen dieser Art, die verschiedene hochspezialisierte Wissenschaftsbereiche betreffen, versuchen wir durch exzellente WissenschaftlerInnen der Universität den anderen Bereichen unserer Gesellschaft, z.B. der Wirtschaft, verständlich zu vermitteln, um einen gegenseitigen Austausch und vielleicht auch Zusammenarbeit zu initiieren. Wir machen den gegenseitigen Nutzen dieser Art von Kommunikation deutlich und werben für eine „Allianz zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“ in Hamburg.

UGH: Sie sprechen von einer „Allianz zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“ in der Stadt. Welchen Beitrag will die Universitäts-Gesellschaft hier leisten?

Elke Weber-Braun: Eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die erfolgreiche Bewältigung der Zukunftsaufgaben in unserer Stadt. Diese Erkenntnis ist weit verbreitet, aber für die konkrete Umsetzung besteht erheblicher Verbesserungsbedarf. Hier sind viele Bereiche der Gesellschaft gefragt. Die Universität engagiert sich mit der neu gegründeten Transfer-Agentur ganz allgemein für den Austausch und das Teilen von Wissen mit Akteuren außerhalb der Universität. Das Thema ist Teil der Exzellenzstrategie. Die UGH will ihre Stärken weiter ausbauen. Dazu gehört insbesondere die Förderung direkter Kontakte zwischen Menschen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Geplant sind neue Veranstaltungsformate, die einen hochkarätigen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen. Dabei denken wir vor allem an mittelständische Unternehmen, die als Treiber von Innovationen eine besonders wichtige Rolle spielen. Sie können von Wissen und Erfahrung der SpitzenforscherInnen der Universität Hamburg und dem Netzwerk der UGH noch stärker profitieren.

UGH: Die Universitäts-Gesellschaft will künftig ein noch breiteres Angebot für junge WissenschaftlerInnen machen. Was ist geplant?

Elke Weber-Braun: Zur satzungsmäßigen Aufgabe der UGH, der Förderung der Wissenschaft an der Universität Hamburg, gehört für uns selbstverständlich auch die Förderung junger WissenschaftlerInnen. Wir vergeben z.B. Preise wie den Professor Herbert Jacob-Preis für herausragende betriebswirtschaftliche Dissertationen, wir vergeben Stipendien z.B. im Rahmen des Deutschlandstipendiums und wir haben eine Vortragsreihe für junge WissenschaftlerInnen in der sie aus ihrer eigenen Arbeit berichten. Aktuell bauen wir für junge WissenschaftlerInnen und Nachwuchskräfte der Wirtschaft eine eigene Veranstaltungsreihe auf, die die „Jungen“ selbst gestalten. Wir wünschen uns natürlich, dass wir damit Interesse und Mitarbeit beim Nachwuchs in Wissenschaft und Wirtschaft aktivieren und auch auf dieser Ebene die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft fördern können. Die erste Veranstaltung findet im Oktober statt.

UGH: Wie bereitet sich die UGH auf das Jubiläum im Jahr 2022 vor?

Elke Weber-Braun: Für das Jubiläumsjahr planen wir in Abstimmung mit wichtigen Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Hamburg Veranstaltungen zu den großen Themen der derzeitigen Veränderungsprozesse. Wir beziehen in diese Vorbereitungen selbstverständlich unsere „Ex Officio Mitglieder“, den Präsidenten der Universität, den Ersten Bürgermeister und den Präses der Handelskammer ein.

Hamburg, den 20.04.2021

Umzug der Geschäftsstelle der UGH im April 2021

Unsere Geschäftsstelle ist innerhalb des Hauptgebäudes der Universität umgezogen und befindet sich jetzt in Raum 119c. Wir freuen uns, wenn unsere Mitglieder im neuen Geschäftszimmer vorbeischauen, sobald die Corona-Lage dies zulässt.

© privat

Leider können wir die langjährige Bürogemeinschaft mit der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung nicht fortführen. So machte die UGH sich auf die Suche nach einem neuen Domizil und mit freundlicher Unterstützung der Verwaltung der Universität und der Fakultät für Geisteswissenschaften wurde trotz Raumknappheit in der Universität ein Büro gefunden.

Ein Geschäftsstellen-Umzug ist keine so einfache Sache und unter Corona-Bedingungen erst recht nicht. Aber Frau Koscielny nahm alle Hürden, so dass nun alles am Platz steht und die Technik funktioniert. Unsere Anschrift und die Telefonnummer ändern sich nicht.

Wir danken der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung für viele Jahre angenehmer Bürogemeinschaft und dem ESA 1 Service-Team für tatkräftige Hilfe.

Ein Interview mit dem neuen Schatzmeister der UGH: Gerrit Driessen

„Mein Ziel ist es, die Universitäts-Gesellschaft finanziell noch breiter und zukunftsgerichteter aufzustellen.“ So beschreibt Gerrit Driessen seine Agenda für 2021. Driessen ist seit vielen Jahren Mitglied der UGH und wurde gerade vom Beirat neu in den Vorstand gewählt. Als langjähriger Vertriebschef für Norddeutschland bei Jungheinrich kennt er sich aus in der Hamburger Wirtschaft. Warum er einen intensiveren Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gerade jetzt für wichtig hält, erläutert er im Interview.

© privat

UGH: Glückwunsch zur Wahl in den Vorstand der UGH. Sie übernehmen ein besonderes Amt, und zwar das des Schatzmeisters. Haben Sie denn schon mal einen Blick in die Bücher werfen können?

Gerrit Driessen: Schnell und intensiv! Was ich gesehen habe, spornt mich an. Als unabhängiger, gemeinnütziger Verein erhalten wir keine Förderungen und müssen unsere Arbeit vollständig durch Mitgliedsbeiträge, aber auch durch Spenden finanzieren. Die vielen Einzelmitgliedschaften tragen wesentlich dazu bei. Was wir uns zusätzlich wünschen, sind mehr Unternehmensmitgliedschaften und langfristige Förderer. Da möchte ich ansetzen.

UGH: Arbeit im Vorstand der UGH ist ehrenamtliche Arbeit. Warum engagieren Sie sich gerade bei uns? Liegt Ihnen da was besonders am Herzen?

Gerrit Driessen: Schon seit einigen Jahren bin ich Mitglied in der UGH, weil ich den Transferprozess zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unheimlich spannend finde. Ebenso spannend finde ich, wie sich Hamburg den Zukunftsaufgaben stellt. Deutschland und insbesondere die Metropolregion Hamburg haben weltweit einen hervorragenden Ruf. Als führende Wirtschaftsnation brauchen wir aber auch weiterhin nachhaltigen und schnellen Fortschritt auf Weltniveau. Hierzu ist Hamburg ein wesentlicher Standort mit der Exzellenz-Universität. Gerade jetzt ist es die Aufgabe der Universitäts-Gesellschaft, die Netzwerke und Transferwege zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zum gegenseitigen Nutzen weiter auszubauen.

UGH: Wie sehen Ihre Ziele für 2021 aus? Was wollen Sie als erstes angehen?

Gerrit Driessen: Die Finanzen werden nun mein Kernthema sein, aber auch das Ausloten aller Möglichkeiten, die UGH finanziell noch breiter und zukunftsgerichteter aufzustellen. Hier habe ich einige Ideen, die ich den Mitgliedern auch zeitnah darlegen möchte. Wie gesagt, ohne öffentliche Förderung braucht es gemeinsame Anstrengungen!

UGH: Wie stark helfen Ihnen dabei Ihre jahrzehntelangen Erfahrungen in der Hamburger Wirtschaft?

Gerrit Driessen: Sehr stark! Ich habe im Jungheinrich – Konzern über 30 Jahre in verschiedenen Managementfunktionen gearbeitet, dabei die letzten 13 Jahre verantwortlich für den Vertrieb und Service in Norddeutschland. Diese Erfahrungen geben schon ein gutes Verständnis der Hamburger Wirtschaft und der anstehenden Themen.  Vielen Unternehmen, die für uns als UGH von Interesse sind für den Wissenstransfer habe ich schon geschäftlich kennengelernt. Zusammen mit den Vorstandskolleg*innen werden wir intensiv daran arbeiten, unsere Zusammenarbeit mit der Hamburger Wirtschaft zu intensivieren!

Hamburg, den 26.02.2021

40 Jahre Mitglied der UGH: Ein Interview mit Chemie Prof. Dr. Walter Kaminsky

Erst vor Kurzem hat er eine Gastprofessur in Japan wahrgenommen. Im Mai vollendet er das 80. Lebensjahr. In der UGH engagiert sich der vielfach ausgezeichnete Chemiker seit vier Jahrzehnten, darunter 13 Jahre im Vorstand. Was ihn dabei besonders reizt, ist der Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin.

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UGH: Warum und wann sind Sie in die Universitäts-Gesellschaft Hamburg eingetreten?

Prof. Dr. Walter Kaminsky: Soweit ich mich erinnere, war das Ende der 1970er Jahre. Freunde aus der Chemie, unter anderem Professor Walther, haben mich überzeugt, mich auch in der Universitäts-Gesellschaft zu engagieren. Besonders gefallen hat mir der Blick über den Tellerrand in Form verschiedenster Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen sowie die anschaulichen Exkursionen z. B. zur Sternwarte in Bergedorf oder zum Botanischen Garten. Als Chemiker lagen mir die anderen Naturwissenschaften natürlich besonders am Herzen. Anfang der 1980er Jahre stand der Umzug des Botanischen Garten von Planten un Blomen nach Klein Flottbek auf der Agenda. In den Geistes- und Sozialwissenschaften hörte ich einige interessante Beiträge über die Transformation der Ordinarien in die Gruppenuniversität.

UGH: Womit haben Sie sich hauptsächlich in Ihrer wissenschaftlichen Laufbahn beschäftigt?

Prof. Dr. Walter Kaminsky: Am Institut für Technische und Makromolekulare Chemie, das 1985 gegründet wurde, haben wir neue Materialien, hauptsächliche Kunststoffe, synthetisiert. Besonders wichtig war uns das Thema Recycling. Damit waren wir unserer Zeit deutlich voraus. Hierüber habe ich auch in der Universitäts-Gesellschaft vorgetragen. Außerdem entwickelten wir einen neuen, umweltfreundlicheren Katalysator für die Produktion von Polyolefinen.

UGH: Die Universitäts-Gesellschaft Hamburg durchläuft aktuell einen tiefgreifenden Wandel. Aufgrund der Corona-Pandemie bieten wir seit Sommer 2020 regelmäßig Digitalevents an. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Prof. Dr. Walter Kaminsky: Ich begrüße die aktuelle Entwicklung. Die Universitäts-Gesellschaft sollte immer am Puls der Zeit bleiben. Auch die Förderung begabter Studierender durch das Deutschlandstipendium finde ich wunderbar. Trotzdem vermisse ich sehr die traditionellen Vortragsabende mit dem obligatorischen Glas Wein am Ende und hoffe sehr, dass wir uns bald wieder ‚in echt‘ treffen können.

UGH: Wie wir vernommen haben, engagieren Sie sich auch in Japan für chemische Forschung. Bitte berichten Sie uns kurz davon!

Prof. Dr. Walter Kaminsky: Ja, das ist richtig. Kürzlich habe ich eine Gastprofessur an der Privatuniversität in Kanazawa wahrgenommen. In der dortigen chemischen Fakultät gibt es einen Schwerpunkt auf Katalysatoren, was zu meiner eigenen Forschung sehr gut passt. Die Arbeit mit den japanischen Studierenden macht mir sehr viel Freude. Sie sind unfassbar diszipliniert und engagiert.

Hamburg, den 18.02.2021

Veranstaltungen

Diskutieren Sie spannende Themen aus Forschung und Wissenschaft.

Wissenschaftspreise

Junge Wissenschaft fördern und Forschung und Praxis miteinander verbinden.

Engagement

Die Universitäts-Gesellschaft Hamburg engagiert sich in vielfältigen Projekten.