Aktuelles

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Dr. Malte Janzen ist neuer Prof. Herbert Jacob-Preisträger

Die preiswürdige Dissertation

Der Professor Herbert Jacob-Preis 2019 geht an Dr. Malte Janzen. Er wird damit ausgezeichnet für seine hervorragende Dissertation zum Thema „Determinants of Corporate Investment Decisions“, in der er Faktoren hinter Investitionsentscheidungen von Unternehmen untersucht.

Der Preisträger

Dr. Malte Janzen promovierte im Jahr 2018 am Lehrstuhl für Corporate Finance und Ship Finance von Professor Wolfgang Drobetz. Zuvor studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und der KEDGE Business School in Bordeaux. Herr Janzen arbeitet als Business Development Consultant in der EOS Gruppe in Hamburg.

Der Professor Herbert Jacob-Preis

Die Universitäts-Gesellschaft vergibt den Preis alle zwei Jahre für herausragende betriebswirtschaftliche Dissertationen, die sich durch Aktualität und Relevanz des Themas für Forschung oder Praxis, durch wissenschaftliche Durchdringung und Eigenständigkeit und durch eine verständliche Darstellung auszeichnen. Der Preis ist dem Forscher und Lehrer der Betriebswirtschaft, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Herbert Jacob, gewidmet. Das Preisgeld beträgt € 1.000 Euro.

Marketing – Was machen Alexa und Co mit unserer Werbung?

Über die Vergangenheit und Zukunft der Werbung

Mit der Veranstaltung „Marketing – was machen Alexa und Co. mit unserer Werbung?” fand in dieser Woche die Eventreihe „Eine Hamburger Geschichte des Wissens” der Universitäts-Gesellschaft Hamburg (UGH) anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Universität Hamburg einen gelungenen Abschluss.

In den Räumlichkeiten des Hamburger Standortes der pilot Hamburg GmbH und Co. KG kamen am Abend des 12. Novembers rund 50 Gäste und Mitglieder der UGH zusammen um drei spannenden Vorträgen zu lauschen, die sowohl einen Blick in die Geschichte als auch in die Zukunft der Werbung gewährten. Beim anschließenden Get-together konnten die Erkenntnisse des Abends in persönlichen Gesprächen weiter vertieft werden.

Werbung war und ist im Wandel

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Geschäftsführung der pilot Hamburg GmbH und Co. KG, vertreten durch Petra Kruse und Thorsten Mandel, und durch Prof. Dr. Ingrid Schröder, Vorstandsmitglied der UGH, führten die vier Referenten durch ihre Themen.

Impressionen aus der Geschichte der Werbung

Zunächst legte Prof. Dr. Franklin Kopitzsch in einem kurzweiligen Vortrag die Geschichte der Werbung in der Hansestadt Hamburg dar. Spannend vor allem, dass Kritik an Werbung kein Thema der modernen Zeit ist. In gleichem Maße wie die Werbung in Medien wie Zeitungen, Zeitschriften aber auch in Form von Plakatwerbung und Leuchtreklamen zunahmen, fanden Reklamekritiker deutliche Worte für den “Schund”, der das Stadtbild veränderte.

Kommunikation und die Generation Z

Der Head of young audience strategy Paul Dahlhoff der pilot Hamburg GmbH und Co. KG und Julius Schlichting, Organisator der Fridays for Future Bewegung in Bremen, boten im Anschluss den anwesenden Gästen einen interessanten Einblick in die künftige Entwicklung der Werbung, speziell wenn es darum geht die Generation Z überzeugen zu wollen.

Werbungtreibende müssen sich auf große Veränderungen einstellen. Nur einige Beispiele aus dem Vortrag: Gesellschaftliche und politische Themen sind keine No-Gos mehr, die Peergroup der GenZ scheint zunehmend wichtiger als die Werbung selbst und wer noch mit seiner Markenbotschaft durchdringen möchte, der sollte tunlichst darauf achten nicht zu nerven.

Was machen Alexa und Co. mit unserer Werbung?

Der abschließende Vortrag von Prof. Dr. Michel Clement rundete das Programm mit Insights zu Smart Speakern und deren Auswirkung auf die künftige Werbung der Musikindustrie ab.

Die präsentierten Daten zeigen deutlich, dass die Nutzung von Smart Speakern und damit die Nutzung von Online-Radiosendern oder Streamingdiensten wie Spotify stark zunimmt. Doch nicht nur für traditionelle Radiosender ist diese Entwicklung eine Herausforderung. Das veränderte Musik-Such-Verhalten und die überwältigende Marktmacht von Amazon sorgen dafür, dass auch die Vermarktung der Künstler und damit auch die Werbung für Künstler besser heute als morgen neu gedacht werden müssen.

Danke

Die Universitäts-Gesellschaft bedankt sich herzlich bei der pilot Hamburg GmbH und Co. KG zu Gast gewesen zu sein.

Kampf den Keimen – Vom Nutzen der Desinfektion

Eine weitere Hamburger Geschichte des Wissens anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Universität Hamburg

Im historischen Festsaal der ehemaligen Krankenpflegeschule des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf erwartete die Gäste der Universitäts-Gesellschaft am 28. Oktober 2019 ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema Desinfektion. Die Vorträge von Dr. Katrin Cura, Geschichte der Naturwissenschaft und Technik, UHH, Dr. Henning Mallwitz, Director Research & Development, BODE Chemie GmbH, und Prof. Dr. Johannes K.-M. Knobloch, Krankenhaushygiene, UKE, boten umfassende Informationen zur Geschichte und Zukunft der Hygiene und Desinfektion.

Blick in die Vergangenheit

Dr. Katrin Cura eröffnete den Abend mit einem Blick in die Vergangenheit: Neben den Anfängen der Hygienepraxis beschrieb sie , wie die Cholera 1831/1832 und 1892 in der damals bereits internationalen, hochfrequenten Handelsmetropole Hamburg in dramatischen Epidemien ausbrach und wie die ersten Desinfektionsmittel Chlorkalk und Karbolsäure in groß angelegten Desinfektionsmaßnahmen dazu führten, weitere Ausbreitungen der Krankheit einzudämmen.

Die Anwendung dieser Desinfektionsmittel hatte aber einen entscheidenden Nachteil: sie griffen nicht nur Bakterien und Viren sondern auch die Haut an!

Wegweisende Neuerung in der Desinfektion

Eine Antwort auf die Verbesserung der Anwendbarkeit von Desinfektionsmitteln lieferte die 1924 begründete Firma Bacillolfabrik Dr. Bode & Co in Hamburg. In Zusammenarbeit mit dem Herz-Chirurgen Prof. Dr. Peter Kalmár vom UKE entwickelte das Unternehmen 1965 Sterillium® *, das erste industriell gefertigte, hautfreundliche alkoholische Händedesinfektionsmittel, das ohne vorherige Waschung und ohne Zusätze oder sonstige Maßnahmen in die Hände eingerieben werden konnte. Ein Meilenstein in der Geschichte der Händedesinfektion – und schnell wurde Sterillium® zum Synonym für hautfreundliche alkoholische Händedesinfektion. In seinem Vortrag ging Dr. Mallwitz zudem auf die nach wie vor aktuelle Problematik ein, dass trotz wirksamer und anwenderfreundlicher Desinfektionsmittel, Händedesinfektion im Krankenhaus und Krankenhausinfektionen damals wie heute ein Thema sind. Hier hat sich die BODE Chemie GmbH zur Aufgabe gemacht, nicht nur ihr Produktsortiment, sondern auch den Prozess der richtigen Anwendung durch Training, eLearnings und Apps zu verbessern. Denn Infektionsschutz geht heute weit über das reine Produkt hinaus.

Krankenhaushygiene – ein wichtiges Thema

Prof. Dr. Johannes Knobloch unterstrich die Aussagen seines Vorredners hinsichtlich der Wirksamkeit und der richtigen Anwendung von Desinfektionsmitteln und zeigte auf, wie Hygienemaßnahmen, -forschungen und -weiterentwicklungen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in der Praxis umgesetzt werden. Wesentlich sind hier unter anderem die Schulungen von Mitarbeitern aller Berufsgruppen, die Standardisierung von Prozessen, die Einbindung von Patienten bis hin zu automatisierten Verfahren zur Desinfektion ganzer Räume.

Der Ehrengast

Abschließend richtete der Ehrengast des Abends, Prof. Dr. Peter Kalmár, als Zeitzeuge ein paar Worte an das Publikum. Er schilderte u. a. sehr anschaulich die damaligen Hygieneverhältnisse und -praktiken im Krankenhaus, die für ihn den Anstoß für die Entwicklung von Sterillium®* gaben. Auch ergänzte er, wie die Forschungen des ungarischen Arztes Ignaz Semmelweis (1818-1865) die Hygieneentwicklungen vorantrieben und den Grundstein der heutigen hygienischen Händedesinfektion legten

Desinfektion zum Anfassen

Zum Abschluss der sehr gelungenen Veranstaltung präsentierten Teams der BODE Chemie GmbH und der Krankenhaushygiene-Abteilung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf an verschiedenen Ständen Wissenswertes zum Thema Hygiene und Desinfektion.

Ein herzlicher Dank an alle beteiligten Personen und Institutionen, die diesen Abend so lebendig gestaltet und maßgeblich unterstützt haben! Ein ausdrücklicher Dank gilt auch Professor Dr. Ingrid Schröder aus dem Vorstand der Universitäts-Gesellschaft für ihre engagierte Moderation. Frau Schröder hat zudem auch diesen dritten Teil der Veranstaltungsreihe „Eine Hamburger Geschichte des Wissens“ organisiert.

Wir freuen uns schon auf das vierte Event der Reihe am 12. November 2019!

* HWG-Pflichttext

Deutschlandstipendiatin 2019 – Fördern Sie mit uns junge Talente!

Zum Beispiel Isis Offen! Doppelstudium

Die 26-jährige Hamburgerin engagiert sich neben ihrem Doppelstudium (Geographie und Spanisch /Gymnasiales Lehramt und Geschichte/Master of Arts) in der Lern- und Begabtenförderung des Gymnasiums Bondenwald.

Wieso ist Ihre Wahl auf das Lehramtsstudium gefallen?

Der Lehrerberuf war schon früh in meiner Schulzeit mein Berufsziel; lediglich bei der Fächerkombination war ich mir unsicher, da ich sehr viele Interessen hatte und habe. Seit der achten Klasse habe ich mich im Nachhilfebereich engagiert und die Arbeit mit anderen Kindern und Jugendlichen hat mir viel Freude bereitet. Besonderes Augenmerk legte ich auf die Nachhaltigkeit des Wissenserwerbes. In der Oberstufe habe ich mich näher mit Berufsmöglichkeiten beschäftigt. Dabei hat sich mein Berufswunsch aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten der Schwerpunktsetzung und Anwendbarkeit des Lehramtsstudiums verfestigt.

Inwiefern hilft Ihnen das Deutschlandstipendium?

Das Deutschlandstipendium ermöglicht mir viele horizonterweiternde Erfahrungen und die Finanzierung studienbegleitender fachlicher Weiterbildungen. Neben der Anschaffung von Studienliteratur habe ich mit dem Stipendium in den letzten Jahren den Besuch einiger Tagungen im Bereich Biogeographie sowie geographischer Exkursionen finanziert. Der Großteil des Geldes in diesem Jahr wird für einen Auslandsaufenthalt für die Datenerhebung für meine Masterarbeit in Geographie verwendet werden.

Was waren Ihre überraschendsten und interessantesten Erlebnisse während Ihres Auslandssemester in Sevilla?

Das Überraschendste war die Freundlichkeit und Offenheit meiner spanischen Kommiliton*innen gleich am ersten Vorlesungstag. Sie gaben mir das Gefühl, angekommen zu sein und nahmen mich schnell in ihre Gruppe auf. Damit hatte ich nicht gerechnet, da man häufig von Erasmus-Rückkehrer*innen hört, dass die Integration in den Klassenverband sowie nachhaltige Kontakte mit „einheimischen“ Studierenden schwierig sei. Auch drei Jahre nach meinem Auslandssemester habe ich noch enge Verbindungen nach Sevilla.

Interessante Erlebnisse kamen häufig durch kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien zustande. Gerade in meiner Gastfamilie hatten wir sehr viele Diskussionen über dieses Thema; Beispiele hierfür sind der Tagesrhythmus, die Ernährung und die soziale Interaktion, die sich eher im öffentlichen Raum als zu Hause abspielt. Darüber hinaus hat mich die ständige Präsenz der Geschichte der Region im Stadtbild fasziniert, da z. B. römische Ausgrabungen oder die katholische Kathedrale in einer ehemaligen Moschee ein fester Bestandteil meiner täglichen Wege durch die Stadt waren.

Wie sehen Ihre beruflichen Pläne für die Zukunft aus?

Neben meinem Lehramtstudium studiere ich seit April 2018 zusätzlich Geschichte im Master. Mein Wunsch wäre eine Promotion im Anschluss an die beiden Masterarbeiten in Richtung historische Mensch-Umwelt-Interaktion mit einer anschließenden wissenschaftlichen Laufbahn an der Universität, wobei mir besonders die Verbindung zwischen Forschung und Lehre am Herzen liegt.

Das Interview führte Astrid Dose.

Schon mit einem Beitrag ab 100 Euro können Sie zum Stipendienfonds beitragen.

Spendenkonto der Universitäts-Gesellschaft Hamburg:

IBAN DE84200800000939444800 | Stichwort: Deutschlandstipendium

Ihre Spende kann steuerlich geltend gemacht werden. Gern stellen wir eine Spendenbescheinigung aus.

Informationen zum Stipendium

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Deutschlandstipendiat 2019 – Fördern Sie mit uns junge Talente!

Zum Beispiel Rami Maatouk! Zahnmedizin

Der 22-jährige Syrer kam 2014 nach Deutschland, wo er außerordentlich rasch sehr gute Deutschkenntnisse erwarb und zunächst als Dolmetscher in Hamburg arbeitete. Seit 2016 studiert er Zahnmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Wie gefällt Ihnen das Leben in Hamburg bzw. Deutschland? Worin sehen Sie die größten kulturellen Unterschiede zu Ihrem Heimatland?

In Hamburg fühle ich mich ziemlich wohl! Die Stadt ist wunderschön, und ich habe hier viele Freundschaften aufgebaut. Zu den kulturellen Unterschieden: Die Gesellschaft hier ist aufgeschlossener. Es gibt hier gefühlt keine Themen, die man als “ heikel “ bezeichnen würde. Man kann über fast alles diskutieren. Zeit und Gesetze werden auffällig besser respektiert, was das Leben meiner Meinung nach erleichtert.

Wie gefällt Ihnen Ihr Studium am UKE? Was sind die größten Herausforderungen für Sie?

Ich finde mein Studium am UKE sehr anstrengend, aber es macht mir trotzdem Spaß. Man muss sowohl in der Theorie als auch praktisch gut sein. Die größte Herausforderung ist, dass man nie aufgibt, wenn etwas schwierig ist und man Tag für Tag einen größeren Willen bekommt, sich bei seinen Schwachpunkten zu verbessern. Es ist schon stressig und psychisch belastend, aber Übung macht den Meister!

Inwiefern hilft Ihnen das Deutschlandstipendium?

Die in den Praktika benötigten Instrumente und Materialen werden nicht von der Universität zur Verfügung gestellt, sondern müssen wir Studenten selbst erwerben.  Diese Materialien sind extrem teuer, und da ist das Deutschlandstipendium eine große Hilfe für mich!

Wie sehen Ihre beruflichen Pläne für die Zukunft aus?

Zurzeit habe ich vor, mein Studium erfolgreich abzuschließen und mein Traum danach wäre, viel über Implantologie zu lernen und mich darauf zu spezialisieren.

Das Interview führte Astrid Dose.

Schon mit einem Beitrag ab 100 Euro können Sie zum Stipendienfonds beitragen.

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Hafenklang – Geräuschkulisse und Motor der Wirtschaft

Wir gratulieren der Universität Hamburg zum Jubiläum mit einer Hamburger Geschichte des Wissens

In der imposanten Empfangshalle der Reederei Laeisz, einem seit 195 Jahren familiengeführten Unternehmen, begrüßte der Gesellschafter der Reederei Nikolaus W. Schües die Universitäts-Gesellschaft zu spannenden Vorträgen über den Hamburger Hafen und die Schifffahrt.

Die Vortragsreihe eröffnete der Geschäftsführer der Reederei Hannes Thiede mit dem aktuellen Thema „Ökologischer Fußabdruck der Schifffahrt“. Er stellt heraus, dass das Unternehmen als Beitrag zur Umwelt- und Energiepolitik die Formulierung eigener Ziele und deren Überprüfung in den Mittelpunkt stellt. Dazu gehört besonders die Reduzierung der Kraftstoffintensität, der mit eigenen, moderneren und damit effizienteren Schiffen entgegengewirkt werden soll. Aber auch die Festlegung weltweit anwendbarer Regelwerke sind zwingend erforderlich.

Ergänzend dazu hat Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg e.V. in seinem Vortrag „Hafen Hamburg – Herausforderungen und Zukunft“ aufgezeigt, dass das Schiff das umweltfreundlichste Transportmittel ist. Eine seiner Kernbotschaften ist, dass die historische Zeitenwende 2013 Asien zum weltgrößten Umschlagplatz machte entsprechend dem Wachstum der Bevölkerung. Um in Hamburg nicht den Anschluss zu verlieren und den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es in Hamburg politischen Rückenwind und eine planerisches Gesamtkonzept.

Wie aber klang der Hafen? Dieser Frage ist der Historiker Dr. Lars Amenda nachgegangen und beginnt mit der Titelmusik des Films „Großen Freiheit Nr. 7“ und der Aussage „Wenn Hans Albers Buddelschiffe bastelte, ließ er gern ein Tonband laufen. Darauf: Möwengeschrei, Nebelhörner von Schiffen und andere Geräusche vom Hamburger Hafen.“ Diese Geräuschkulisse hat Hamburg lange charakterisiert und war bis in die 60ziger Jahre als vertrauter Klang bis zum Rothenbaum zu hören. Den Übergang von der historischen Betrachtung in die moderne Medien- und Kommunikationswissenschaft hat Professor Dr. Kathrin Fahlenbrach dargestellt.

Mit 60 Zuhörern war der Raum bis auf den letzten Platz besetzt. Ein ausdrücklicher Dank gilt der Reederei Laeisz für die Gastfreundschaft sowie dem Präsidenten des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg Gunther Bonz, dem Historiker Dr. Lars Amenda und der Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Kathrin Fahlenbrach sowie Professor Dr. Ingrid Schröder, die die Initiative zu dieser Veranstaltungsreihe zum 100-jährigen Bestehen der Universität Hamburg hat. Wir freuen uns schon auf das nächste Event in dieser Reihe am 28. Oktober 2019!

Mit freundlicher Unterstützung der EDMUND SIEMERS-STIFTUNG!

Ausflug in Hamburgs Musiktradition

Eine exklusive Führung für Mitglieder der Universitäts-Gesellschaft im KomponistenQuartier Hamburg

Am Rand der Hamburger Neustadt, unmittelbar am alten Festungsring gelegen, präsentiert sich das Hamburger KomponistenQuartier als eine Insel rekonstruierter, Alt-Hamburgischer Architektur und als Ruhe-Oase ganz in der Nähe des hektischen Holstenwalls.

Dort hat bürgerschaftliches Engagement seit 1971 eine Museumslandschaft geschaffen, in der sechs Komponisten und eine Komponistin mit engen Beziehungen zu Hamburg gewürdigt werden.

Nach den Epochen, in denen sie gelebt haben, waren zum einen die Barockkomponisten Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Adolph Hasse vertreten, die den größten Teil ihres schöpferischen Lebens in Hamburg verbracht haben. Allein die schiere Menge der Opern, Kantaten, Oratorien Senatsmusiken und Kammermusik, die Telemanns Namen tragen, übersteigt das Fassungsvermögen heutiger Menschen. Carl Philipp Emanuel, der in vieler Hinsicht „moderner“, und daher auch nicht unbedingt populärer war als sein Amtsvorgänger, hielt Hamburg im Zentrum des deutschen Musiklebens. Hasse war bedeutender Opernkomponist auch für die Oper am Gänsemarkt.

In der zweiten Gruppe fanden sich Komponisten, die der Romantik zugerechnet werden: die musikalisch hochbegabten Geschwister Fanny Mendelssohn-Hensel und ihr Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy, dann Johannes Brahms und Gustav Mahler, die außer Mahler alle in Hamburg geboren wurden. Mahler brachte die Hamburgische Oper um die Wende zum 20 Jhdt. zu einer ihrer frühen künstlerischen Glanzzeiten. Die Museen insgesamt führen eindrucksvoll vor Augen, welche große Bedeutung Hamburg im deutschen Musikleben spielte.

Durch die Sammlung geführt wurde die Gruppe vom Vorstand des Komponistenquartiers Dr. Alexander Odefey, der als abschließenden musikalischen Höhepunkt das gewaltige Welte-Mignon Klavier mit einer Originalaufnahme von Gustav Mahler in Gang setzte, und der Cembalistin Anke Dennert, die auf Cembali der Sammlung in die unterschiedlichen Klangwelten von Telemann und C.P.E. Bach einführten.

Sicher hat keine(r) der Teilnehmer(innen) die Führung unbeeindruckt verlassen.

Leider war die Zeit zu kurz, um die große Zahl von Musikbeispielen, die neben biographischen Dokumenten im Zentrum der Exponate stehen, anzuhören. Aber es bleibt ja die Möglichkeit, in einem Extra-Besuch sich wieder mit dieser Perle des Hamburger Kulturlebens zu beschäftigen.

Prof. Dr. Ludwig Gerhardt

Manuskriptforschung –
Warum wir Verträge unterschreiben

Wissenschaftler stellen eines von vier Exzellenzclustern der Universität Hamburg vor

Mit den Worten „Understanding Written Artefacts“ ist eine Musterwissenschaft interdisziplinärer Zusammenarbeit eröffnet der Dekan der MIN-Fakultät der Universität Hamburg, Prof. Dr. Heinrich Graener, die Veranstaltung. In diesem Cluster erforschen Geisteswissenschaftler*innen zusammen mit Naturwissenschaftler*innen aus den Bereichen Holzwirtschaft, Mineralogie, Informatik und Psychologie die Entwicklung und Funktionen von Schriftartefakten weltweit – von den Anfängen im alten Mesopotamien bis ins digitale Zeitalter.

Diese Zusammenarbeit stellen in ihren Vorträgen der Sinologe und Clustersprecher Prof. Dr. Michael Friedrich und der Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Markus Fischer anschaulich dar. Das geschriebene Wort und das Material auf dem es geschrieben steht, bilden dabei den Mittelpunkt der Forschung.

Aus der Perspektive der Geisteswissenschaft werden Fragestellungen untersucht wie:

  • Gibt es eine Wechselwirkung zwischen dem Format der Darstellung und dem Material?
  • Wer hat den Text / die Inschrift geschrieben, mit welchem Werkzeug und für welchen Empfängerkreis?

„Dabei ist die Unterschrift unter einem Dokument unmittelbar verbunden mit dem Menschen, der die Unterschrift leistet“ so Prof. Friedrich und macht somit das Dokument gültig.

Prof. Fischer erforscht die Authentifizierung von Lebensmitteln und überträgt seinen Forschungsansatz auf das „Artefact Profiling“. Aus seinem Blickwinkel wird damit eine detaillierte Materialanalyse möglich, die zur Bestimmung z.B. der Herkunft, der Bearbeitung und dem Verständnis der verwendeten Materialen beiträgt.

Die Zusammenführung der Forschungsergebnisse aus den unterschiedlichen Fakultäten ermöglicht das Erkennen wiederkehrender Muster und gibt so Rückschlüsse auf vergangene Kulturen.

Ein spannender Abend, an dem das Publikum ausführlich Gelegenheit hatte, Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.

Diese Veranstaltung war der Auftakt zu einer Reihe, in der die Exzellenzcluster der Universität Hamburg im Programm der Universitäts-Gesellschaft vorgestellt werden. Am 11. Dezember 2019 dürfen wir gespannt sein auf Nachwuchswissenschaftler*innen, die das Cluster „Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)“ präsentieren.

Hamburger Oper – Vom Gänsemarkt in die Zukunft

Wir gratulieren der Universität Hamburg zum Jubiläum mit einer Hamburger Geschichte des Wissens:

Die Universitäts-Gesellschaft zu Gast in der Opera Stabile am 14. Mai 2019 mit Vorträgen von Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg, Professorin Dr. Irene Holzer, Leiterin des Instituts für Historische Musikwissenschaft der Universität Hamburg und Professorin Dr. Ivana Rentsch, ebenfalls Institut für Historische Musikwissenschaft und mit musikalischen Kostproben von Katharina Konradi (Gesang) begleitet von Roland Vieweg am Flügel.

Irene Holzer eröffnete die Vortragsreihe mit der Vorstellung des Instituts für Musikwissenschaft, das ein Teil der 100-jährigen Geschichte der Universität Hamburg ist und drei Bereiche der Musikwissenschaft beherbergt. Das Institut beschäftigt sich mit der Geschichte der Musik von der Antike bis hin zu heutigen experimentellen Klangforschungen. Das Forschungsspektrum ist dabei sehr breit gefächert und beinhaltet auch Untersuchungen zur Wirkung von Musik auf den Menschen zum Beispiel beim Heilungsprozess von Erkrankungen. Prof. Holzer wirbt für das offene Haus an der Neuen Rabenstraße und lädt alle Interessierten ein, die Musikwissenschaft für Vorträge, Ringvorlesungen oder Konzerte zu besuchen.

Ivana Rentsch führte die Zuhörer unter dem Motto „Oper in Hamburg- lieb und teuer“ durch die besondere 341-jährige Geschichte der Oper in Hamburg. Überall in Europa entstanden höfische Theater, mit denen die jeweilige Herrscher Potenz und verschwenderischen Reichtum unter Beweis stellten. Das gilt so aber nicht für das Hamburger Opernhaus. Walter Scheel hat in seiner Festrede zum 300. Geburtstag der Staatsoper Hamburg gesagt: „Kein König, kein Fürst stand Pate. Die Hamburger wollten ihre Bürger-Oper haben … Es ist kein Wunder, dass ein solches Opernpublikum durch die Jahrhunderte die besten Dirigenten, Intendanten und Sänger nach Hamburg zog.“ Dass aber doch ein Fürst, Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf, eine wichtige Rolle für die Oper am Gänsemarkt spielte und viele weitere interessante Einzelheiten der wechselvollen Operngeschichte stellte Frau Rentsch kenntnisreich und humorvoll vor.

Georges Delnon, der Intendant der Staatsoper Hamburg gab mit seinem Vortrag einen Überblick zur aktuellen Situation der Staatsoper und einen Ausblick auf die Zukunft. 750 Mitarbeiter garantieren derzeit 240 Aufführungen pro Jahr. George Delnon möchte mit der Einführung der „Education Week“ nicht nur einen Bildungsauftrag erfüllen, sondern gleichzeitig ein junges Publikum für die Oper begeistern. Georges Delnon wünscht sich neue stilbildende Opern, die die Auseinandersetzung mit der Gegenwart in der Musik widerspiegeln.

Ein schöner Beweis der Anziehungskraft der Staatsoper Hamburg für hervorragende Künstlerinnen und Künstler ist die Verpflichtung von Katharina Konradi für das Opern-Ensemble der Staatsoper Hamburg. Sie überzeugte bei der Veranstaltung ganz wunderbar mit einer Kostprobe von Mozart und Verdi Arien, begleitet am Flügel von Roland Vieweg.

Die 120 Zuhörer haben diesen Abend sehr genossen. Ein ausdrücklicher Dank gilt der Staatsoper Hamburg für die Gastfreundschaft und Professor Dr. Ingrid Schröder, die die Initiative zu der aus vier Teilen bestehenden Veranstaltungsreihe zum 100-jährigen Bestehen der Universität Hamburg hatte. Wir freuen uns schon auf das nächste Event im September 2019!

Mit freundlicher Unterstützung der EDMUND SIEMERS-STIFTUNG!

Erreger unter Superlupen – Infektionsforschung am CSSB

Die Universitäts-Gesellschaft zu Gast am Centre of Structural Systems Biology (CSSB) am 11. April 2019 mit Vorträgen von Professor Dr. Chris Meier, Wissenschaftlicher Direktor CSSB und Professor Dr. Tim Gilberger der UHH und des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin.

Professor Dr. Chris Meier hat eindrucksvoll das 2017 mit einem Symposium eröffnete Centre of Structural Systems Biology vorgestellt. Das einzigartige Institut, an dem mehr als 20 Nationen forschen, ermöglicht die interdisziplinäre Verknüpfung von Strukturbiologie, Infektionsbiologie und Systembiologie. Durch die direkte Nähe zum DESY ist der privilegierte Zugang zu weltweit führender Infrastruktur gegeben, wie zum Beispiel unter anderem die Benutzung von Synchrotronstrahlung. Dem Institut stehen somit alle Methoden zur Verfügung, um auch extrem kleine Zellen bis hin zu ihren einzelnen Molekülen mit Hilfe der Kryo-Mikroskopie zu untersuchen.

Die Mission des Instituts lautet: „Wir erforschen mit Hilfe von innovativer Technologie und Methoden wie Erreger Menschen infizieren.“ Eine der drei häufigsten Infektionskrankheiten ist dabei Malaria, das Forschungsgebiet von Professor Dr. Tim Gilberger. Zellveränderungen, betrachtet durch die hochauflösenden Lupen, wurden von ihm anschaulich präsentiert unterstützt durch kleine Filmsequenzen.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer Gelegenheit das Gebäude und die Arbeitsumgebung von Prof. Gilberger zu besichtigen. Das Gebäude des CSSB wurde von hammeskrause architekten entworfen und ermöglicht die über alle Geschosse erlebbaren Galerien und Treppenläufe mit ihren vielfältigen Blickbeziehungen und Aufenthaltsqualitäten zu zentralen Treffpunkten der Forscher der unterschiedlichen Disziplinen zu machen.

Die Universitäts-Gesellschaft bedankt sich herzlich für die Einladung in diese hochmoderne Forschungseinrichtung.

Führen und Forschen – Mut zum Diskurs

Ein Vortrag von Generalmajor Oliver Kohl, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr vor den Mitgliedern der Universitäts-Gesellschaft Hamburg und der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft am 4. März 2019:

Generalmajor Kohl begann seinen Vortrag mit dem Zitat eines Spiegel-Artikels vom 1. Feb. 2019 zur Korruptionsaffäre um die Gorch Fock: „Das kaputte Schiff passt zu einer ziemlich kaputtgesparten Truppe“. So sieht die Öffentlichkeit zurzeit die Bundeswehr.

Die Führungsakademie der Bundeswehr will durch den Dreiklang aus „Führen, Forschen und dem Mut zum Diskurs“ dazu beitragen, die Ausbildung des Führungsnachwuchs modern auszurichten und damit auch das Bild der Bundeswehr zu verbessern. Besonderen Wert wird dabei darauf gelegt, den „Mindset“ der Führungskräfte zu prägen und sie mit breit aufgestellten Fähigkeiten und Kompetenzen auszustatten, um ihre innere Haltung zu formen. Die Fragestellung heißt heute nicht mehr „Was bilden wir aus?“, sondern „Wie bilden wir aus?“ und „Wie lernen wir morgen?“ Antworten auf diese Fragen sind dabei Konzepte wie „Agiles Lernen“ und die Einrichtung eines „Think Tank“. 

In der anschließenden Diskussionsrunde, an der auch Professor Dr. Matthias Rogg vom German Institute for Defence and Strategic Studies teilnahm, wurde das Thema weiter vertieft. Hier haben die rund 100 Zuhörer die Gelegenheit zu einem intensiven Gedankenaustausch genutzt. 

Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Führungsakademie statt, wofür sich die Universität-Gesellschaft herzlich bedankt.

Die Rede des Kommandeurs der Führungsakademie der Bundeswehr, Generalmajor Oliver Kohl finden Sie hier.

Auf Herz und Niere –
Medizinische Fragen der Organtransplantation und rechtliche Fragen der Organspende

Nachlese zur Diskussionsveranstaltung mit Professor Dr. Dr. Hermann Reichenspurner, Professor Dr. em. Reinhard Merkel und Professor Dr. Peter Mankowski am 11. Februar 2019. Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit der Gesellschaft Hamburger Juristen.

Organtransplantation – ein Thema, das auch den deutschen Bundestag beschäftigt und beschäftigen muss, da die Bereitschaft der deutschen Bevölkerung zu einer Organspende rückläufig ist. Allein die Zahl der Herztransplantationen sank von rund 500 jährlich in den 90er Jahren auf nur noch 257 im Jahre 2017.

Professor Dr. Mankowski hob in seiner Eröffnungsrede hervor, dass nach einer Transplantation heute die vollständige Integration in das Leben und den Beruf wieder möglich ist. Er spricht aus eigener Erfahrung und dankte Professor Dr. Dr. Reichenspurner für den im Jahr 2012 stattgefundenen gelungenen Eingriff. Beide begrüßen den Vorstoß des Gesundheitsministers Jens Spahn, dass jeder in Deutschland automatisch Organspender wird, es sei denn, er widerspricht. Dieses Vorgehen ist in Europa geübte Praxis, und würde dazu beitragen, auch in Deutschland die Anzahl der Organtransplantationen wieder steigen zu lassen. 

Aus der rechtsphilosophischen Perspektive wurde das Thema der Organspende durch Professor Dr. em. Merkel dargestellt. Er geht der Frage nach „Was ist der Tod des Menschen?“ und „Wer oder Was stirbt genau?“. Als erste Bedingung nennt er den Hirntod, selbst wenn die anderen Organe noch weiter „leben“. Aber auch er beschäftigt sich mit dem Thema der „automatischen“ Organspende und postuliert, dass es eine Pflicht zur Organspende niemals geben kann. Vor diesem Hintergrund ist die Widerspruchslösung rechtlich ohne weiteres legitim als Gebot einer Pflicht zur Erklärung.

Die Vortragsreihe wurde abgeschlossen mit einer lebhaften Diskussionsrunde. Der Plenarsaal des Oberlandesgerichts war bis zum letzten Platz besetzt, selbst auf der Empore hatten Zuhörer Platz genommen.

Die Universitäts-Gesellschaft fördert drei von 165 Stipendien an der Universität Hamburg

„In die Zukunft investieren, Chancen nutzen“ – unter diesem Motto trafen sich 165 Stipendiat*innen sowie deren Förderer und die Mitglieder der Auswahlkommission der Universität Hamburg am 7. Februar zur Vergabefeier im Festsaal des Rudolf Steiner Hauses in der Rothenbaumchaussee.

Der Dekan der MIN-Fakultät, Prof. Dr. Heinrich Graener, betonte in seinem Grußwort, dass gerade im Jahr des 100-jährigen Bestehens der Universität Hamburg Talente zu entdecken und Qualität zu sichern den Wissenschaftsstandort Hamburg stärkt. 

Das Deutschlandstipendium wird seit 2015 mit jährlich wachsenden Zahlen an der Universität vergeben. Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Stipendien verglichen mit 2018 um 37 gestiegen. Die Universitäts-Gesellschaft engagiert sich seit Beginn für dieses Projekt und ist mit drei Stipendien wieder mit dabei. 

Die Studierenden erhalten 300 Euro pro Monat, finanziert je zur Hälfte aus staatlichen Geldern und von privaten Geldgebern. Die Auszeichnung wird für Leistung und Begabung, gesellschaftliches Engagement, Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und nach Bedürftigkeit an Studierende aller Fakultäten vergeben. Gefördert wird somit eine große Fächervielfalt aus mehr als 170 Studiengängen von der Rechtswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Molekularbiologie bis zu den Polar- und Meereswissenschaften, Friedens- und Sicherheitsforschung sowie Historische Musikwissenschaft.

Hier erfahren Sie mehr über unser Engagement, die Geförderten und die Möglichkeit, selbst zu fördern.

Zukunftsmetropole Hamburg
Chancen für Wissenschaft und Forschung

Ein besonderer Auftakt unseres Veranstaltungsprogramms und zugleich auch des Jubiläumsjahres der Universität Hamburg war der mit Spannung erwartete Vortrag von Dr. Peter Tschentscher, dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg am 7. Januar 2019

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Vorstandsvorsitzenden der Universitäts-Gesellschaft Elke Weber-Braun und durch ein Grußwort des Universitätspräsidenten Professor Dr. Dieter Lenzen.

„Hamburg ist ein guter Ort für Wissenschaft und Wissenschaft ist gut für Hamburg“ so Dr. Peter Tschentscher in seinem Vortrag. „Stillstand ist Rückschritt“ ergänzte er und hob die besondere Bedeutung fächerübergreifender Zusammenarbeit hervor, die besonders durch die vier gewonnenen Exzellenzcluster der Universität Hamburg den Wissenschaftsstandort Hamburg stärken. 

Er betonte auch, dass die Universitäts-Gesellschaft schon bei ihrer Gründung 1922 das erklärte Ziel hatte „ein Zusammenwirken der Universität mit dem hamburgischen Bürgertum, insbesondere auch der hamburgischen Kaufmannschaft zum Nutzen sowohl der Wissenschaft als auch der praktischen Berufe herbeizuführen.“ Dies gilt auch für zukünftige Pläne des Hamburger Senats, wie zum Beispiel mit dem Projekt „Science City Bahrenfeld“ den Kontakt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu fördern. Hier sollen die Ergebnisse der Grundlagenforschung direkt in die Praxis umgesetzt werden und die Erfahrungen aus der Praxis in Forschung zurückfließen.

Dabei macht sich die Bedeutung der Wissenschaft auch in der finanziellen Ausstattung des Etats der Wissenschaftsbehörde bemerkbar. Im Vergleich zu 2011 ist er um ein Drittel angehoben worden. 

Der Vortrag wurde abgerundet durch Fragen und Beiträge der rund 150 Zuhörer. Dabei haben sich auch die früheren Präsidenten der Universität Hamburg Professor Dr. Peter Fischer-Appelt und Dr. Jürgen Lüthje ausdrücklich für den sehr interessanten Vortrag bedankt.

Forum – Junge Wissenschaft im Gespräch:
Künstliche Intelligenz

Spannende Vorträge und eine anschauliche Präsentation im Gästehaus der Universität beschließen das Veranstaltungsjahr der Universitäts-Gesellschaft.

Der Fachbereich Informatik der Universität Hamburg beschäftigt sich intensiv mit Forschungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Zwei Nachwuchswissenschaftler und drei Studenten, die sich im Roboter-Fußball-Team Bit Bots engagieren, hatten sich bereit erklärt, dieses Thema den Mitgliedern der Universitäts-Gesellschaft anschaulich vorzustellen.

Künstliche Intelligenz schaffen durch die Integration verschiedener Fähigkeiten: Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich Dr. Manfred Eppe und Dr. Mikko Lauri in ihren wissenschaftlichen Arbeiten. Inspiriert durch das menschliche Gehirn basieren die intelligenten Systeme, also wie z.B. die Roboter oder das autonome Fahren, auf der richtigen Konfiguration Künstlicher Neuronaler Netze.

Anschaulich dargestellt wurde die Komplexität des Themengebiets durch den Fußball-Roboter „Amy“. Jasper Güldenstein und Daniel Speck präsentierten, dass auch hier die Integration audiovisueller Verarbeitung, Motorik und Kognition die Intelligenz von „Amy“ ausmachen. Das interessierte Publikum hat sich am Ende der Veranstaltung über die kleine Demonstration von „Amy“ durch Niklas Fiedler gefreut, besonders über den simulierten Ballschuss.

Das Ziel ist, 2050 mit dem Roboter-Fußball-Teams der Bit Bots gegen den „echten“ Fußball-Weltmeister zu gewinnen!

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Deutschlandstipendiatin 2018

Vorgestellt:
Franziska Schlachter! Masterstudentin Politikwissenschaft

„Über gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu diskutieren und sie auch zu analysieren, hat mich schon in der Schule gereizt“, so Franziska Schlachter, die an der Universität Hamburg bis Herbst 2019 den Masterstudiengang Politikwissenschaft belegt. Logisch, dass „Wirtschaft und Politik“ ihr absolutes Lieblingsfach war.

Berufliche Ziele? Ja, auch die verfolgt die 24jährige bereits. Ein Engagement in einer Hilfsorganisation wie UNICEF schwebt ihr vor, um „den Schwächsten in unserer Welt zu helfen“, wie sie selbst sagt. Vorher möchte sie aber die bisher erlernten Inhalte ihres Studiums in einer Promotion vertiefen.

Sich selbst in einer anderen fremden Kultur zurechtzufinden, lernte Franziska Schlachter unter anderem in Kopenhagen, wo sie 2016/17 einen Auslandssemester absolvierte – mit großer Begeisterung. „Ich habe mein Englisch verbessert, interkulturelle Fähigkeiten erworben und einfach einen neuen Blickwinkel auf die Dinge gewonnen. Besonders gefallen hat mir, Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen, beispielsweise aus China, Kanada oder der Türkei.“

Die Arbeit in politischen Zusammenhängen erfährt Franziska Schlachter nicht nur theoretisch an der Universität, sondern auch ganz praktisch durch ihr Engagement bei UNICEF. Bereits seit 2014 arbeitet sie dort im Schulteam und entwickelt Unterrichtsmodule zu Themen wie Recht auf Wasser, Kinderrechte und Flüchtlinge.

Über das Deutschlandstipendium freut sich Franziska Schlachter besonders, da es in Hamburg aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten sehr schwierig sei, als Studierender zu leben. Nur BAFÖG allein reiche nicht. Besonders schätzt sie die Begleitveranstaltungen, da „ich dort auch Studierende anderer Fächer kennenlerne und wieder einmal über den Tellerrand schaue“.

Das Porträt verfasste Astrid Dose.

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Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten sind nicht nur Leistungsträgerinnen und Leistungsträger, sondern echte Persönlichkeiten, die sich neben hervorragenden Noten auch durch ehrenamtliches Engagement auszeichnen.

Fördern Sie mit uns junge Talente:

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Digitalisierung der Kultur: Transformation und Inspiration

Nachlese zum Vortrag von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien am 21. November 2018

Wie hängen Kunst und Digitalisierung zusammen? Dr. Carsten Brosda schildert an zahlreichen Beispielen, dass Kunst und Medien auch immer von technologischen Innovationen begleitet werden. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken und es liegt in unserer Hand, sie zu unserem Vorteil zu nutzen und die kulturelle Einpassung dieser neuen Technologien wahrzunehmen.

Ein Beispiel der Verbindung zwischen Digitalisierung und Kunst ist die Einführung von Kundeninformations-Systemen (CRM) in Theatern. Der Theaterbesucher kann seine Karten online bestellen, kann sich online beraten lassen und kann nach der Aufführung ein Feedback geben. Dies trägt zur Kundenbindung bei, da es dem Theater wiederum ermöglicht eine Steigerung des Absatzes durch kundenorientiere Aufführungen zu konzipieren – eine Verbindung zwischen Kunst und Geschäft

Ein weiteres Beispiel ist der Beginn der Digitalisierung der Museen – ein museums-übergreifendes umfangreiches Projekt. Der digitale Rundgang durch die Museen ist heute teilweise schon Realität. Hier hat sich gezeigt, dass diese Art der Nutzung der Digitalisierung nicht den Museumsbesuch verhindert – im Gegenteil: es inspiriert zum Besuch!

Der Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek war sehr gut besucht. Dr. Brosda stand auch nach seinem Vortrag für zahlreichen Fragen zur Verfügung.

Berenberg Preisträger 2018

Am 13. November 2108 erhielt der Jurist Professor Dr. Peter Mankowski den Preis für Wissenschaftssprache 2018 für sein Buch „Rechtskultur“.

„Die Hauptaufgabe der Universitäts-Gesellschaft Hamburg ist es, den Dialog und das Zusammenwirken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Dafür steht besonders auch der Berenberg Preis für Wissenschaftssprache“, so die erste Vorsitzende der Universitäts-Gesellschaft, Elke Weber-Braun.

Prof. Mankowski erhält den Preis, weil es ihm in seinem Buch auf eindrucksvolle Weise gelungen ist, den abstrakten Gegenstand der Rechtskultur durch eine anschauliche und elegante Sprache anhand von ausgewählten Beispielen aus zahlreichen Kulturen und Ländern konkret und fassbar zu machen, so die Jury. Ihr gehörten Claudia Spiewak (NDR), Matthias Iken (Hamburger Abendblatt), Karsten Wehmeier (Berenberg Bank Stiftung von 1990) und Prof. Dr. Hans-Harald Müller (Universitäts-Gesellschaft Hamburg) an.

Die Festrede der Feierstunde zur Preisverleihung hielt Lutz Marmor, Intendant des NDR. Sie trug den Titel: „Der Beitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur demokratischen Gesellschaft“. Lutz Marmor nannte dabei unter anderem das Angebot für alle, Garant zu sein für Vielfalt und Unabhängigkeit als wichtige Werte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Professor Dr. Armin Hatje rundete den Festakt in seiner Laudation ab mit der Aussage: „Jedoch ist das Werk, wie es der Berenberg-Preis fordert, in einer fließenden, lebendigen und abwechslungsreichen Sprache geschrieben. Sie macht nicht nur das Lesen des Buches zu einem Vergnügen, sondern das Weglegen zu einem Akt des Verzichts. Selten findet man wissenschaftlichen Anspruch und Verständlichkeit so harmonisch vereint.“

Der Preisträger Prof. Dr. Peter Mankowski ist seit 2001 Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privat- und Prozessrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Hamburg und Direktor des Seminars für Internationales Privat- und Prozessrecht der Universität Hamburg. Mehr

Das Buch „Rechtskultur“ ist bei Mohr Siebeck in der Reihe Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht des Max-Planck-Instituts erschienen (ISBN 978-3-16-154828-4).

Schifffahrtsstandort Hamburg – Chancen und Risiken

Die Universitäts-Gesellschaft zu Gast bei Hapag-Lloyd am 23. Oktober 2018

Hapag-Lloyd als fünftgrößte Reederei der Welt bestimmt maßgeblich den Schifffahrtsstandort Hamburg.

Dies hat Nils Haupt, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Hapag-Lloyd, durch einen geschichtlichen Abriss der Firma eindrucksvoll geschildert. Am 27. Mai 1847 gründeten Reeder und Kaufleute die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, kurz Hapag. Die herausragende Führung der Reederei durch Albert Ballin, ließ das Unternehmen um 1900 zur weltgrößten Reederei werden. Als bedeutende Meilensteine Albert Ballins nannte Nils Haupt:

  • Die Taufe des ersten Hapag-Giganten „Imperator“, dem damals größten Schiff der Welt durch Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1912.
  • Die Unterstützung der Auswanderer durch eine menschenwürdige Unterbringung vor ihrer Abreise nach Amerika – heute sehenswert dargestellt im BallinStadt Auswanderermuseum.
  • Die Erfindung der ersten kommerziellen Kreuzfahrt und den Versuch, den ersten Weltkrieg zu verhindern.

Der Verlust von jeweils mehr als 90% der Schiffe in den beiden Weltkriegen machte jeweils massive Erneuerungen notwendig. Dieses mündete nach dem zweiten Weltkrieg in der Fusion der HAPAG mit dem Norddeutschen Lloyd aus Bremen am 01.09.1970 zur Hapag-Lloyd AG. Weitere internationale Fusionen folgten in den Jahren 2006, 2014 und 2017.

Auch die kommenden Jahre werden durch neue finanzielle Herausforderungen geprägt, wie z.B. das neue Gesetz den Schwefel im Treibstoff auf 0,5% zu reduzieren, sowie die Veränderung der Transport- und Konsumentenströme.

Diese Aussage wurde durch die anschließende Darstellung von Prof. Dr. Wolfgang Drobetz, Universität Hamburg, zur Schiffsfinanzierung aus wissenschaftlicher Sicht erweitert. Seine Präsentation machte deutlich, wie risikobehaftet und volatil die Schifffahrt ist. Betrachtet man jedoch die Schifffahrt nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln, wie z.B. auch der maritimen Technologie und der Logistik: Dann ist Hamburg die Nummer zwei auf der Liste aller Welthäfen. 

Der Vortragsraum bei Hapag-Lloyd war bis auf den letzten Platz besetzt und das interessierte und begeisterte Publikum hat durch zahlreiche Fragen die Vorträge noch vertieft. Die Universitäts-Gesellschaft bedankt sich ganz herzlich bei Nils Haupt und den weiteren Mitarbeitern von Hapag-Lloyd für den gelungenen Abend und die exklusive Bewirtung sowie bei Prof. Wolfgang Drobetz für seine Expertise und die wissenschaftliche Ergänzung zum Thema.

© UHH/Schell

Förderung von vier Exzellenzclustern (EXC) an der Universität Hamburg ab 1. Januar 2019

Wir gratulieren der Universität Hamburg zum großen herausragenden und beachtlichen Erfolg bei der Exzellenzstrategie. Mit nun 4 erfolgreichen Clusterprojekten ist die UHH ganz weit vorn. Nun geht es weiter in Richtung Exzellenzuni.

Gefördert werden:

  • Klimaforschung: „Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)“
  • Photonen- und Nanowissenschaften: „Advanced Imaging of Matter: Structure, Dynamics and Control on the Atomic Scale“
  • Mathematik, Teilchenphysik, Astrophysik, Kosmologie: „Quantum Universe“
  • Manuskriptforschung: „Understanding Written Artefacts: Material, Interaction and Transmission in Manuscript Cultures“

Das CSTI der HAW Hamburg – ein Ort für innovative Ideenentwicklung

Die Universitäts-Gesellschaft zu Gast in der HAW am 18. September 2018

Spielkind oder Wissenschaftler? Prof. Kai von Luck verbindet als Leiter des in der Aufbauphase befindlichen „CREATIVE SPACE FOR TECHNICAL INNOVATIONS“ – CSTI beide Komponenten miteinander nach dem Motto von Alan Curtis Kay „The best way to predict the future is to invent it“.  „Wir spielen rum, weil wir es können und weil es Spaß bringt“ sagt Prof. von Luck.

Die geschäftsführende Leiterin Dr. Susanne Draheim ergänzt: „Wir entwickeln mit den besten Wissenschaftlern und Studierenden der unterschiedlichsten Fachrichtungen, vom Informatiker bis zum Sozial- und Kulturwissenschaftler interdisziplinär neue Ansätze in den vier Bereichen Interaktive Virtual/ Augmented Reality, Smart Objects, Maschine Learning/ Data Mining und Science & Technology Studies“.

Die Arbeitsweise im CSTI ist experimentell und vor allem schnell. In extrem kurzer Zeit werden digitale Lösungen zusammengestellt und erprobt, wie z.B. eine sich verfärbende Atemschutz-Maske, die aktuelle Daten zur Luftqualität misst und diese in Echtzeit und standortbezogen an die Umgebung sowie an eine korrespondierende Internetplattform zur Sammlung von Daten in großer Fläche kommuniziert.

Nach dem interessanten Vortrag konnten die begeisterten Zuhörer bei einem Rundgang durch die Labore eine Offshore-Windenergieanlage in Echtzeit und einen Finnwal interaktiv virtuell mit einer VR-Brille erleben. Herzlichen Dank an Kai von Luck, Susanne Draheim und weitere Mitarbeiter des CSTI für diesen spannenden Abend!

Johanna Ahlmann, Elke Weber-Braun © UHG/Silke Richter

Exkursion zur NordArt 2018

Alle Teilnehmer der Exkursion am 28.06.2018 nach Büdelsdorf waren sich am Ende des Tages einig: Der Besuch der NordArt 2018 war ein absolut lohnender Ausflug. Alles hat gestimmt: der Vortrag zur Geschichte des Ausstellungsortes, die Führung, die Organisation und das dazugehörige Rahmenprogramm und nicht zuletzt hat auch das Wetter mitgespielt.

Eröffnet wurde der Ausstellungsrundgang durch Johanna Ahlmann, der Gastgeberin im Kunstwerk Carlshütte. Eindrucksvoll hat sie die enge Verbundenheit ihrer Familiengeschichte mit dem Ausstellungort dargestellt, der damaligen Eisengießerei und dem heutigen Stammsitz der ACO Firmen-Gruppe.

Die in diesem Jahr zum 20.ten Mal stattfindende NordArt hat 1999 in der neu renovierten Wagenremise begonnen. So auch unsere Führung durch die Ausstellung. Hier werden in diesem Jahr im wesentlichen Exponate von Jan Koblasa gezeigt. Die Wagenremise liegt in einem großzügigen Park, in dem weitere Kunstobjekte zu bestaunen sind. Hier seien besonders hervorgehoben die Werke von Zeng Chenggang mit „Lotus Talks“, Jörg Plickat mit „Helping Hands“ und Urs-P. Twellmann mit „2.25 x “. Fortgesetzt wurde die Führung in der ehemaligen Werkshalle, beispielhaft sind hier zu erwähnen die Werke von: ZHANG Dali mit „Man and Beast“, LV Shun mit „Where we are going to“, XU Bing mit „Phoenix“ und Arnd Christian Müller mit „Malleus – „Klangfeld““.

Die Ausstellung ist am 9. Juni eröffnet worden und bietet 100 Tage Gelegenheit zu einem wirklich besonderen Besuch.

Neues Konzept für das Museum für Völkerkunde in Hamburg

Nachlese zum Vortrag vom 24. Mai 2018

Die Direktorin des Museums, Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, präsentierte in ihrem Vortrag zunächst einige herausragende Exponate, die das Völkerkundemuseum besonders auszeichnen. Hierzu gehört zum Beispiel das Unikat „Mutter mit Kind, Aufsatzmaske Bena-Mwanika, Kuba, Zaire, 1905 gesammelt von Leo Frobenius“. Dieses und andere vergleichbare Objekte sollen zukünftig wieder mehr in den Fokus des Museums gerückt werden. Die bereits begonnene Neupositionierung des Museums hat dabei vielfältige Facetten. Sie reicht von der Verlagerung des Schwerpunktes auf Kultur und Künste über die Konzeption und Umsetzung einer neuen Dauerausstellung bis hin zur Modernisierung der technischen Ausstattung, Werkstätten und der internen Logistik. Das Museum als modernes Archiv für Weltwissen.

Der neue Name „Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt (MARKK)“ soll ab dem 11. September 2018 verwendet werden. Dies wird verbunden mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Erste Dinge“. 

Die Veranstaltung wurde abgerundet durch eine lebendige Führung durch die komplexe und interessante aktuelle Ausstellung „Designgeschichten zwischen Afrika und Europa – Flow of Forms / Forms of Flow“

Foto Gewänder: Black Coffee, Counterpoint Coats, Herbst 2011, Imprint Dress, Sommer 2013

© UGH

Ausschreibung des «Berenberg Preises für Wissenschaftssprache» 2018

Bereits zum vierten Mal schreibt die Universitäts-Gesellschaft den mit 5.000 Euro dotierten Berenberg Preis für Wissenschaftssprache aus.

Mit dem Preis werden in Deutsch verfasste, wissenschaftlich herausragende Arbeiten ausgezeichnet, die in einer ästhetisch ansprechenden und besonders verständlichen Sprache geschrieben sind.

Mit ihm soll das Bemühen um die Qualität der deutschen Wissenschaftssprache gefördert werden.

Der Berenberg Preis wird von der Universitäts-Gesellschaft alle drei Jahre vergeben und das Preisgeld wird von der ‚Berenberg Bank Stiftung von 1990’ zur Verfügung gestellt.

Der Jury gehören wie in den Vorjahren Claudia Spiewak (NDR) und Matthias Iken (Hamburger Abendblatt) an sowie für die Universitäts-Gesellschaft Prof. Dr. Ingrid Schröder und für die ‚Berenberg Bank Stiftung von 1990‘ Karsten Wehmeier.

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Den vollständigen Text der Ausschreibung finden Sie hier.

Digitale Medizin: Erfahrungen – Potentiale – Grenzen

Nachlese zum Vortrag am 11. April 2018

Vom Handy geweckt und dabei zugleich mit den ersten Fotos von Krankheitsbildern zum direkten Austausch von Diagnosen mit Kollegen und zum Wissenstransfer versorgt – das ist die Welt der digitalen Medizin schon heute! So beginnt der mitreißende und anschauliche Vortrag von Prof. Dr. Augustin, Institutsdirektor am UKE und HCHE.

Untersuchungen zeigen, dass der rasante Anstieg der Lebenserwartung im Wesentlichen auf das gesteigerte Gesundheitsverhalten der Bevölkerung zurückzuführen ist und nur zu einem kleinen Teil auf die Digitalisierung der Medizin. Trotzdem ist die Digitalisierung der Medizin ein wichtiger Baustein, um Diagnosen schneller, ortsunabhängiger und wesentlich effizienter durchzuführen und dabei gleichzeitig durch mehrere Kollegen und zusätzliche statistische Grundlagen zu verifizieren. Die eingesetzten, bzw. in der Entwicklung befindlichen neuen Methoden reichen dabei von der Telemedizin über die Videosprechstunde, die Sammlung von unstrukturierten, großen Datenmengen – Big Data – bis hin zur elektronischen Krankenakte.

Vieles ist dabei noch in der Entwicklung. Auch die administrativen Vorgaben, wie Datenschutzrichtlinien und die Vergütung elektronischer Verfahren müssen dabei beachtet oder neu angepasst werden.

Foto unten: v.l.n.r. Prof. Dr. Matthias Augustin, Elke Weber-Braun © UGH/Silke Richter

© privat

Universitäts-Gesellschaft gratuliert ihrem Beiratsmitglied Roland Wiesendanger zum dritten „ERC Advanced Grant“

Der Leiter der „Forschungsgruppe Rastersensormethoden“ am Fachbereich Physik der Universität Hamburg, Prof. Dr. Roland Wiesendanger, ist erneut beim europäischem Exzellenz-Wettbewerb erfolgreich. Er erhält den Forschungspreis vom Europäischen Forschungsrat ERC (European Research Council) bereits zum dritten Mal in Folge. Der Preis ist mit 2.5 Millionen Euro dotiert.

Das ERC-Forschungsvorhaben „ADMIRE: Atomic-scale Design of Majorana states and their Innovative Realspace Exploration“ konzentriert sich auf die Erforschung neuer Konzepte für einen Quantencomputer.

Dieser wäre nicht nur erheblich leistungsfähiger und effizienter als herkömmliche Computer, er würde auch völlig neue Möglichkeiten in der Verschlüsselungstechnologie und bei der abhörsicheren Kommunikation bieten.

Möglich wurden diese neuen Forschungsarbeiten aufgrund der weltweit einmalige Expertise der Forschungsgruppe von Professor Wiesendanger im Bereich der atomar präzisen Fertigung geeigneter Strukturen kombiniert mit speziellen Untersuchungsmethoden der strukturellen, magnetischen und supraleitenden Eigenschaften auf atomarer Ebene.

Ausführliche Informationen finden Sie HIER.

Deutschlandstipendiatin der Universitäts-Gesellschaft erhält hervorragende Note für ihren Masterabschluss

Darja Vorrat war für zwei Jahre Deutschlandstipendiatin der Universitäts-Gesellschaft Hamburg. Nun hat Sie ihr Masterstudium der Historischen Musikwissenschaft im Fachbereich Kulturwissenschaften mit der Note 1,25 abgeschlossen.

Wir gratulieren Frau Vorrat herzlich zum Abschluss und wünschen ihr alles Gute für den weiteren Lebensweg!

Ihre tolle Abschlussnote hat sie in Moskau erfahren, wo sie derzeit eine Ausbildung zur Chorleiterin an der Orthodoxen Geistlichen Akademie beendet. Die Arbeit an ihrer Promotion hat sie bereits begonnen und wird diese im kommenden Wintersemester in Hamburg fortsetzen.

Bei den Förderern des Deutschlandstipendiums bedankt Darja Vorrat sich in ihrer Masterarbeit mit den Worten: „Der Universitäts-Gesellschaft (…) danke ich ganz herzlich für die finanzielle und ideelle Förderung im Rahmen des Deutschlandstipendiums während meines Studiums und der Abschlussphase. Diese Unterstützung war für mich nicht nur eine finanzielle Entlastung, die mir u.a. den Besuch des Russischen Staatsarchivs für Literatur und Kunst in Moskau ermöglichte, sondern erweiterte auch wesentlich meinen Wissenshorizont durch interessante Vorträge aus teils fachfremden Gebieten sowie anregenden Aktivitäten und Veranstaltungen in richtungsweisenden Unternehmen.“

© UGH

Foto: v.l.n.r.: Admiral Carsten Stawitzki/Elke Weber-Braun/Roger Zörb, © UGH

Strategic foresight – Wieviel Morgen verträgt das Heute?

Nachlese unserer Veranstaltung vom 20. März 2018

Am 20.3.2018 war die Universitäts-Gesellschaft gemeinsam mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft zu Gast in der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Nach einem informativen Vortrag des Kommandeurs der Führungsakademie, Admiral Carsten Stawitzki, zum Thema „Strategic Foresight“ gab es die Gelegenheit, mit dem Admiral neuste Erfordernisse der strategischen Vorausschau ausführlich zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass eine hervorragende Ausbildung der jungen militärischen Führungselite zu vernetztem Denken und Handeln in einer sich rasant verändernden Welt mit zahllosen Konflikten für den Admiral höchste Priorität hat.

Am 9. Juni ist der Tag der Bundeswehr. Die Führungsakademie nutzt diesen Tag zu einem „Tag der offenen Tür“, um ihr 60-jähriges Bestehen zu feiern. Hören Sie dazu das Interview mit Admiral Carsten Stawitzki, der dem Ruf der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach Berlin folgen wird.

Vorstandsmitglied der Universitäts-Gesellschaft im Dialog mit dem Mittelstand

Bei einer Veranstaltung des Industrieverbands Hamburg sprach Herr Walter Conrads kürzlich in einem Vortrag über das Thema Wissenschaft und Mittelstand. Er hielt ein überzeugendes Plädoyer dafür, die Wissenschaft stärker in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Nur so könne die Vision des Hamburger Senats Hamburg – Wissenschaftsmetropole im Norden Wirklichkeit werden. Dabei komme dem Mittelstand eine zentrale Rolle zu. Für alle, die verstehen wollen, wie Wissenschaft immer stärker unser privates und berufliches Leben beeinflusst, biete sich eine Mitgliedschaft in der Universitäts-Gesellschaft an, die es sich seit Bestehen der Universität Hamburg zur Aufgabe gemacht hat, Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu sein. „Bei Vorträgen und Führungen renommierter Wissenschaftler kann man den ‚Finger am Puls der Wissenschaft‘ halten“, führte Conrads aus.

Foto: v.l.n.r.: Michael Westhagemann (Präsident des IVH), Prof. Dr. Ed Brinksma (Präsident der TUHH), Dr. Andreas Dressel (Fraktionsvorsitzender der SPD in der Hamburger Bürgerschaft), Walter Conrads (Vorstand UGH und Mitglied des Hochschulrats der TUHH)

© UGH

Center for Hybrid Nanostructures (CHyN) – Vernetzte Nanoforschung

Nachlese unserer Veranstaltung vom 20. Februar 2018

Der Direktor des CHyN, Prof. Dr. Robert Blick, stellte den Mitgliedern der Universitäts-Gesellschaft das neue Gebäude für interdisziplinäre Forschung auf dem Campus Bahrenfeld mit seinen Forschungsaufgaben vor. Hier treffen sich Physiker*innen, Chemiker*innen und Biologen*innen unter einem Dach, um gemeinsam Grundlagenforschung bis hin zur praktischen Anwendung zu betreiben. Neue Forschungsergebnisse enden nicht selten in Start-Ups, in denen die neu entwickelten Ergebnisse vermarktet werden.

Ergebnisse der Nanoforschung könnten z.B. auch bald Diagnosen im Krankenhaus beschleunigen und damit die Behandlung der Patienten schneller möglich machen. Hier findet eine enge Zusammenarbeit mit dem UKE statt.

Der erst seit 2009/2010 in Hamburg neu eingeführte Studiengang der Nanowissenschaften als Kombination von Physik, Chemie und Mathematik umfasst bereits über 100 Studierende im aktuellen Jahr. 

Die anschließende exklusive Führung durch einige Forschungslabore mit ihrer neusten Technik rundete den Vortrag eindrucksvoll ab.

Präsentation Center for Hybrid Nanostructures – Vernetzte Nanoforschung

Deutschlandstipendien 2018 vergeben

Die Universitäts-Gesellschaft fördert sechs von 128 Stipendien an der Universität Hamburg.

128 Stipendiat*innen sowie deren Förderer und die Mitglieder der Auswahlkommission der Universität Hamburg trafen sich am 31. Januar zur Vergabefeier im Festsaal des Erika-Hauses auf dem Gelände des UKE.

Das Deutschlandstipendium wird seit 2015 mit jährlich wachsenden Zahlen an der Universität vergeben. Die Universitäts-Gesellschaft engagiert sich seit Beginn für dieses Projekt und ist mit sechs Stipendien auch in diesem Jahr wieder mit dabei. Wir begrüßen zwei neue Stipendiatinnen und freuen uns, vier Stipendiat*innen weiterhin fördern zu können.

Die Studierenden erhalten 300 Euro pro Monat, finanziert je zur Hälfte aus staatlichen Geldern und von privaten Geldgebern. Die Auszeichnung wird für Leistung und Begabung, gesellschaftliches Engagement, Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und nach Bedürftigkeit an Studierende aller Fakultäten vergeben. Gefördert wird somit eine große Fächervielfalt aus mehr als 180 Studiengängen von der Rechtswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Molekularbiologie bis zu den Polar- und Meereswissenschaften, Friedens- und Sicherheitsforschung sowie Historische Musikwissenschaft.

Wieder werden mit dem Deutschlandstipendium auch besonders herausragende Studierende mit Fluchthintergrund gefördert. 25 der insgesamt 128 Stipendien wurden daher an Flüchtlinge vergeben, davon acht an Frauen.

Hier erfahren Sie mehr über unser Engagement, die Geförderten und die Möglichkeit, selbst zu fördern

Stipendiatinnen und Förderer der UGH, © UGH/Silke Richter

© UGH/Silke Richter

Digitalisierung der Arbeitswelt und Sozialstaat

Nachlese unserer Veranstaltung vom 25. Januar 2018

Prof. Dr. Thomas Straubhaar begann seine Ausführungen mit der Aussage, dass die durch Digitalisierung veränderte Arbeitswelt eine historische Chance darstellt, einen radikalen Neuanfang des Sozialstaates vorzunehmen.

Welchen Kriterien aber muss dieser Neuanfang genügen? Diese Frage beantwortete Straubhaar mit effektiv, effizient, gerecht sowie liberal und schlägt damit das bedingungslose Grundeinkommen vor. Das Grundeinkommen erhält jede Person in Deutschland von der Geburt bis zum Tod. Zur Effizienz und Transparenz soll zusätzlich ein für Arbeit, Kapital und sonstige Einkünfte gleicher, fester Steuersatz dienen.

Mit dieser Antwort auf den Wandel unserer Welt wird es wieder möglich sein, arbeiten zu wollen, anstatt arbeiten zu müssen. Es fördert die Möglichkeit, das Arbeiten besser den Lebensumständen anzupassen und notwendige Weiterqualifizierungen wahrzunehmen.

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek war bis auf den letzten Platz gefüllt und das Publikum vertiefte mit dem Referenten in der anschließenden lebhaften Diskussion viele Aspekte dieses radikalen Ansatzes.

Bei Interesse an der Präsentation von Prof. Straubhaar zum Nachlesen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.

Die ausführliche Darstellung der Idee von Thomas Straubhaar finden Sie in seinem Buch „RADIKAL GER€CHT“, Edition Körber-Stiftung, 2017.

Zusätzliches Angebot: Die Kulturtechnik des Schreibens

Das Exzellenzcluster  „Understanding Written Artefacts“ aus dem Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften der Universität Hamburg ist im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder erfolgreich in die zweite Runde gelangt. Der Sprecher des Clusters, Prof. Dr. Michael Friedrich, stellt in einem Vortrag unter dem Titel „Die Kulturtechnik des Schreibens“ die Fragestellungen, die Methoden und die Ziele des Clusters vor.

Der Stellenwert der Initiative für den Wissenschaftsstandort Hamburg wird anschließend in einem moderierten Gespräch vertieft. Das moderierte Gespräch findet statt mit:

  • Prof. Dr. Susanne Rupp, Vizepräsidentin der Universität
  • Dr. Hans-Gerhard Husung, ehemaligen Generalsekretär der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern
  • Prof. Dr. Michael Friedrich, Vortragender und Sprecher des Clusters

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Patriotischen Gesellschaft, der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung und der Universitäts-Gesellschaft Hamburg.

Finden Sie hier nähere Informationen über das Cluster!
Die Einladung finden Sie hier!

Ort und Uhrzeit der Veranstaltung:
Haus der Patriotischen Gesellschaft, Reimarus-Saal
Trostbrücke 6
20457 Hamburg
Montag, 29. Januar 2018, 19:00 Uhr

Der Eintritt ist frei
Anmeldungen bitte an die Patriotische Gesellschaft: info@patriotische-gesellschaft.de. 

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