Aktuelles

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Oben: Prof. Dr. Jan Louis beim Vortrag am 13.9.2017 vor den Mitgliedern der UG / Unten: Prof. Dr. Jan Louis (l) und Walter Conrads (r), Vorstand der UG Fotos: privat

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Wissen vom Fass – Was ist das?

Beantwortet hat dies der Vizepräsident der Universität Hamburg Prof. Dr. Jan Louis in einer Veranstaltung der Universitäts-Gesellschaft. Dabei ist es dem Physiker Louis besonders wichtig, auch die Naturwissenschaften als kulturelle Leistungen unserer Gesellschaft darzustellen.

Das Format dieser Veranstaltungsreihe basiert auf der Idee, aktuelle Ergebnisse der Grundlagenforschung einem breiten Publikum zu präsentieren und die Schwellenangst zur Wissenschaft zu senken. Dazu haben gestandene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg und des DESY ihre aktuellen Forschungsthemen in Hamburger Kneipen nur mit Einsatz ihrer Stimme, ihres Körpers und eventuell einem Requisit vorgestellt. Powerpoint ist verboten!

Die Veranstaltungen haben seit 2015 einmal pro Jahr zeitgleich in bis zu 50 Hamburger Kneipen stattgefunden. Zunächst mussten die Vortragenden und Kneipen von der Idee zum „Dabeisein“ überzeugt werden. Gleich die erste Veranstaltungsreihe des ersten Jahres in zunächst nur 29 Kneipen mit ausschließlich naturwissenschaftlichen Beiträgen war ein großer Erfolg. Dies hat dazu beigetragen, dass die Veranstaltungen in 2017 auf 50 Kneipen und einem breiteren Themenspektrum ausgeweitet werden konnten.

Seien Sie nächstes Mal auch mit dabei. Termine, Themen, Orte und Kurzfassungen der Veranstaltungen finden Sie hier. Es lohnt sich!

Übrigens: Prof. Louis begegnete „Wissen vom Fass“ bei Forschungsaufenthalten am Weizmann-Institut in Tel Aviv und brachte die Idee kurzerhand mit nach Hamburg. In Tel Aviv geht man in der Wissenschaftsvermittlung bereits einen weiteren neuen und ungewöhnlichen Weg: Wissenschaft präsentiert in Jugendgefängnissen. Wir dürfen gespannt sein, ob diese Idee auch in Hamburg Nachahmer findet.

Interaktion und Multimedialität im Zoologischen Museum in Hamburg

Von Jan-Niklas Pries

Die Tierwelt aus nächster Nähe erleben, multimedial und interaktiv?
Das Zoologische Museum Hamburg macht dies interessierten Besuchern auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern mit Hilfe von modernster Technik möglich. So können Präparate von Vögeln, Insekten, Huf- und anderen Tieren aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden.

Im Rahmen einer exklusiven Führung haben der Direktor Prof. Dr. Matthias Glaubrecht und Museumspädagoge Daniel Bein den Mitgliedern der Universitäts-Gesellschaft im Juni einen Einblick in das Museum ermöglicht, bei dem sie die Besonderheiten der Ausstellung nach den umfassenden Modernisierungen präsentierten.

Zu den besonderen Exponaten zählen etwa das Skelett von Finnwal „Finni“, dessen Reisen zu Lebzeiten durch die Weltmeere virtuell miterlebt werden können und ein präparierter Eisbär. Eine Multimedia-Screen gibt den Besuchern Auskunft über den schwindenden Lebensraum des Raubtieres als Folge des Klimawandels und macht es möglich, Eisbären in Echtzeit per GPS zu verfolgen.

Mit seinen anschaulichen Präparaten und den interaktiven Digital-Stationen ist das Museum besonders für Familien mit Kindern interessant. So gibt es museumspädagogische Angebote, wie etwa die Tierforscher-Safari.
Aber nicht nur Familien und Kinder kommen auf ihre Kosten: Das Museum ist auch Studierenden und Erwachsenen ans Herz zu legen, denn mit seiner überaus großen Anzahl an Objekten gehört das Zoologische Museum zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Universitätssammlungen Deutschlands. So forschen regelmäßig Studierende an Objekten und Ausstellungsgegenständen wie dem Finnwal „Finni“, über den eine Studentin bereits eine Bachelorarbeit verfasst hat.

Zoologisches Museum, NEUER Eingang: Bundesstraße 52, 20146 Hamburg

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 9:00 Uhr – 17:00 Uhr

Eintritt frei

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Oben: Prof. Dr. Matthias Glaubrecht im Foyer des Zoologischen Museums. Foto: Jan-Niklas Pries / Unten: "Finni" im Foyer des Zoologischen Museums. Foto: UHH_RRZ_MCC_Mentz

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Prof. Dr. Hannes Federrath spricht im Hamburger Warburg-Haus zum Thema „Cybersicherheit – Voraussetzung für die Nutzung von Netzen“. Foto: Jan-Niklas Pries

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Cybersicherheit und Cyberdatenschutz

Im gut gefüllten Warburg-Haus sprach der Informatik-Professor Dr. Hannes Federrath von der Universität Hamburg über Sicherheit im Netz: „Wir brauchen eine ethische Diskussion über die Chancen und Risiken von Cybersicherheit

Von Jan-Niklas Pries

Hamburg. Wie unkalkulierbar die Gefahren durch das Internet und die Digitalisierung sind, hat der jüngste Hackerangriff auf weltweit mehrere Hunderttausend Rechner gezeigt. Bei der Attacke bedienten sich die Angreifer einer Schadsoftware namens „Wanna Cry“, um in kürzester Zeit weltweit Rechner anzugreifen und infolgedessen Lösegeld zu erpressen. Das Besondere an diesem Fall: Neben tausenden Computern in Privathaushalten, wurde unter anderem auch die empfindliche digitale Infrastruktur von Krankenhäusern in Großbritannien getroffen.

Doch welchen wirksamen Schutz gibt es vor solchen Attacken? Wie sammeln Internetkonzerne wie Facebook, Google und Co. unsere Daten? Und welche ethischen Fragen müssen wir uns stellen, wenn es um das Thema Cybersicherheit geht? Diesen Problemstellungen widmete sich der Informatik-Professor Hannes Federrath am vergangenen Dienstag im Rahmen einer Veranstaltung der Universitäts-Gesellschaft im Hamburger Warburg-Haus.

Zu Beginn seines Vortrags ging Federrath auf das Spannungsfeld von Online-Marketing und Datenschutz ein und stellte heraus, dass Internetmarketing im Wesentlichen darauf beruhe, durch kostenlos angebotene Dienste Daten ihrer Nutzer zu sammeln. Viele Werbefirmen seien beispielsweise mit Anbietern wie Google verbunden, die gezielt Daten über Nutzer sammelten und durch das Verketten dieser Daten ein sehr genaues Profil über die jeweiligen Nutzer erstellten. „Dadurch ist es möglich, den Kunden besonders gläsern zu machen“, sagte Federrath.

Entscheidend sei dabei, dass diese Daten endlos zur Verfügung stünden und so zum Beispiel Veränderungen des Konsumverhaltens von Kunden über die Zeit erkennbar und vorhersehbar würden. „Wenn ich mich als Kunde weiterentwickele, dann weiß das unter Umständen der Werbeanbieter bereits schon vorher.“

Um sich vor solchen Szenarien schützen zu können, forderte Fedderath dazu auf, immer dann, wenn es möglich sei, den Rechner oder das Mobiltelefon ganz auszuschalten.  Es gebe nämlich nicht immer die Notwendigkeit mit dem Internet verbunden zu sein.  Im Weiteren könne die Verschlüsselung von Daten und das Löschen von sogenannten Cookies dabei helfen Datenspuren zu verwischen. „Cookies sind kleine Datensätze, die meist unbemerkt auf dem Rechner gespeichert werden. Das gilt genauso fürs Mobiltelefon. Und diese kleinen Datensätze sollte man regelmäßig löschen, um den Online-Anbietern das Sammeln von Daten zu erschweren“, sagte Federrath.

Im Anschluss ging der Informatik-Professor auf die zu­neh­men­de Ab­hän­gig­keit von In­for­ma­ti­ons­tech­nik in den meisten Le­bens­be­rei­chen ein, welche neue Antworten auf die Frage nach der In­for­ma­ti­ons­si­cher­heit erfordere. „Nie­mand möch­te gerne, dass etwa das Gesundheitssystem wegen eines Ha­cker­an­griffs ausfällt“, sagte Federrath. Gerade der Staat sei gefragt, den Schutz kritischer In­fra­struk­tu­ren zu gewährleistein. Doch die Gesetzgebung weise hierbei in vielen Fällen Mängel auf und trage etwa im Bereich des Datenschutzes und der Cybersicherheit nicht zu einem gesteigerten Vertrauen in der Bevölkerung bei.  Deutschland habe in den letz­ten Jah­ren zwar mehr im Bereich der Si­cher­heits­for­schung getan und zum Beispiel Lö­sun­gen zur Prävention und der Auf­klä­rung von Straf­ta­ten im In­ter­net ge­schaf­fen. Die Stär­kung des Da­ten­schut­zes und der Rech­te des Ein­zel­nen seien da­ge­gen eher ver­nach­läs­sigt worden. Das Recht auf informationelle Selbstbestbestimmung zu gewährleisten und die Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme weiter auszubauen, sei in diesem Rahmen eine wichtige Aufgabe.

Abschließend verwies der Medienexperte darauf, dass es einer ethischen Diskussion über die Gestaltung der Digitalisierung und der Cybersicherheit bedürfe. In diesem Zusammenhang ging er auf den Einsatz von Schadsoftware durch Bundesbehörden ein, um etwa Verbrecher oder Terroristen zu überwachen. Solche Einsätze seien kritisch zu betrachten, da Cy­ber­an­grif­fe von Demokratien ausgehend auch immer wieder durch Ge­gen­an­grif­fe er­wi­dert wer­den könnten und damit demokratische Systeme in Gefahr brächten. Fedderrath betonte, dass besonders der gezielte Einkauf von Sicherheitslücken und Schadsoftware durch deutsche Behörden auf dem Schwarzmarkt aus ethischen Gesichtspunkten bedenklich sei. Um an vertrauliche Daten zu gelangen bedienten sich auch die deutschen Behörden immer wieder auf dem Schwarzmarkt, über den kriminelle viel Geld verdienen könnten. „Sicherheitslücken dürfen auf dem Schwarzmarkt nicht von staatlichen Stellen gekauft werden“, sagte der Wissenschaftler.

Der Informatiker verwies auch auf seine Rolle als Gutachter im NSA-Untersuchungsausschuss und erklärte, dass Daten von Mobiltelefonen, die der BND in die USA geliefert hat, dazu genutzt werden konnten Menschen zu lokalisieren und Drohnenraketen auf diese abzufeuern. Auch dieser Fall zeige, wie wichtig eine werteorientierte Diskussion  über den Einsatz von In­for­ma­ti­ons­tech­nik und damit verbundene Risiken und Chancen sei.

Aktuelle Präsentation von Prof. Federrath zum Thema Cybersicherheit und Cyberdatenschutz

Zukunft gestalten: Deutschlandstipendium 2017

73 Studierende der Universität Hamburg erhielten am 24. Januar von der Vizepräsidentin der Universität Hamburg, Frau Prof. Dr. Jetta Frost, ein Deutschlandstipendium. Stipendiatinnen und Stipendiaten, Förderer und Mitglieder der Auswahlkommission trafen sich zur Vergabefeier im Festsaal des Erika-Hauses auf dem Gelände des UKE.

Das Deutschlandstipendium wird seit 2015 mit jährlich wachsenden Zahlen an der Universität vergeben. Die Universitäts-Gesellschaft engagiert sich seit Beginn für dieses Projekt und ist mit neun Stipendien in diesem Jahr der größte Einzelförderer.

Die Vorsitzende der Universitäts-Gesellschaft, Frau Weber-Braun, betonte in Ihrer Ansprache, dass „eine Stipendienkultur wie die des Deutschlandstipendiums eine Win-Win Situation für alle Beteiligten erzeugt. Studierende bekommen eine Chance geschenkt, Unternehmen können Nachwuchskräfte für sich begeistern und der Wissenschaftsstandort Hamburg wird gestärkt. Das passt perfekt zur Universitäts-Gesellschaft als Netzwerk für den Dialog von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.“

Die Studierenden erhalten 300 Euro pro Monat, finanziert je zur Hälfte aus staatlichen Geldern und von privaten Geldgebern. Die Auszeichnung wird für Leistung und Begabung, gesellschaftliches Engagement, Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und nach Bedürftigkeit an Studierende aller Fakultäten vergeben. Gefördert wird somit eine große Fächervielfalt aus mehr als 180 Studiengängen von der Rechtswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Molekularbiologie bis zu den Polar- und Meereswissenschaften, Friedens- und Sicherheitsforschung sowie Historische Musikwissenschaft.

Erstmals werden mit dem Deutschlandstipendium auch besonders herausragende Studierende mit Fluchthintergrund gefördert. Zwölf der insgesamt 73 Stipendien wurden daher an Flüchtlinge vergeben, die zum Oktober 2016 an der Universität Hamburg in Fächern wie Medizin, Pharmazie, Sozialökonomie oder Informatik erstmals immatrikuliert wurden. Sie kommen aus Syrien, Iran oder Afghanistan.

Hier erfahren Sie mehr über unser Engagement, die Geförderten und die Möglichkeit, selbst zu fördern

Foto: UHH/Michel Dingler

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Meereisdicke Flugzeugmessung, Foto: E. Horvath/AWI

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Offenes Wasser um den Nordpol: Arktisches Meereis auf dem Rückzug

Vermeidung des Klimawandels war Schwerpunktthema des Veranstaltungsprogramms 2016

Im September 2016 ist die Fläche des Arktischen Meereises auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern (Mio km2) abgeschmolzen. Dies ist die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen. Weniger Meereis gab es nur im Negativ-Rekord-Jahr 2012 mit 3,4 Mio km2. „Dies ist erneut ein massiver Eisverlust in der Arktis“, so Prof. Lars Kaleschke von der Universität Hamburg. Prof. Christian Haas vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) bestätigt: „Der Trend setzt sich fort.“ Nordost- und Nordwestpassage sind jetzt gleichzeitig für Schiffe befahrbar.

Für eine kontinuierliche Eisdickenbestimmung entwickelten die Universität Hamburg und das AWI gemeinsam ein neues Datenprodukt. Es kombiniert erstmals Messungen der zwei ESA-Satelliten CryoSat und SMOS und kann Trends aufzeigen. „So konnten wir schon am Ende des arktischen Winters sehen, dass das Eis zehn Zentimeter dünner war als in den Vorjahren, eine deutliche Verminderung“, sagt Lars Kaleschke.

Die jeweils aktuelle Fläche des Meereises wird mit Hilfe von Satellitendaten bestimmt. Ein vom Team um Kaleschke verbessertes Verfahren erlaubt jetzt eine Abbildung bis auf drei Kilometer genau. Üblich sind bisher Auflösungen von etwa mindesten zwölf Kilometern. In der Visualisierung (Schmelze 2016 im Zeitraffer) werden dadurch Details wie Wirbel, Rinnen und Eiskanten besonders gut sichtbar – und geben wertvolle Hinweise auf die Dynamik im Eis und damit seine Stabilität.

Das Meereis der Arktis gilt als kritisches Element im Klimageschehen und als Frühwarnsystem für die globale Erwärmung. „Der Rückzug des arktischen Meereises ist ein deutlicher Hinweis, dass die globale Erwärmung ungebremst fortschreitet“, sagt Lars Kaleschke.

Zur ausführlichen Meldung des Centrums für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg

Hamburger Wissenschaftspreis geht an Prof. Dr. Roland Wiesendanger

Prof. Dr. Prof. E.h. Dr. h. c. Roland Wiesendanger vom Fachbereich Physik der Universität Hamburg wurde von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet des Nanomagnetismus mit dem Hamburger Wissenschaftspreis 2015 ausgezeichnet. Prof. Wiesendanger, der auch Mitglied des Beirats der Universitäts-Gesellschaft ist, gehört zu den international führenden Vertretern der Nanowissenschaften in Deutschland. Ihm und seinem Team ist es gelungen, mit einem speziell entwickelten Rastertunnelmikroskop kleinste magnetische Strukturen auf atomarer Skala sowohl abzubilden als auch zu konstruieren. „Mit dieser Ingenieurskunst auf atomarer Ebene können wir gezielt in die atomare Welt eingreifen“, so Prof. Wiesendanger.

Mit seiner Forschung schafft er die Grundlage für die Entwicklung neuer Speichertechnologien und Logikbauelementen von bisher unerreichter Speicherkapazität und Energieeffizienz. „Diese Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Nanotechnologie von Professor Wiesendanger liefern nicht nur Grundlagen für neue Speichertechnologien“, sagte der Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und Vorsitzende der siebenköpfigen Jury des Hamburger Wissenschaftspreises, Professor Dr. Edwin J. Kreuzer. „Sie lassen zudem hoffen, dass sein Forschungsansatz ein Weg zur Entwicklung für den ressourcenschonenden Energietransport sein wird. Das Preisgeld wird Herr Wiesendanger vor allem für die Nachwuchsförderung auf diesem wichtigen Forschungsgebiet einsetzen.“

„Professor Wiesendanger hat in den vergangenen 25 Jahren durch seine Forschung auf dem Gebiet der Nanowissenschaften Hamburg zu einem international anerkannten Zentrum für nanowissenschaftliche Forschung gemacht“, so Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und Schirmherr des Hamburger Wissenschaftspreises.
Der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen, sagte: „Es freut mich ganz besonders, dass mit der diesjährigen Verleihung des Hamburger Wissenschaftspreises nicht nur ein herausragender Wissenschaftler unserer Universität, Herr Prof. Dr. Wiesendanger, ausgezeichnet wird, sondern dass der Preis außerdem dem Nachwuchs in den Nanowissenschaften zugutekommen soll.“
Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird gestiftet von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve. Die feierliche Preisverleihung fand am 20. November 2015 im Hamburger Rathaus unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz statt.

Urkundenübergabe an Prof. Dr. Roland Wiesendanger durch den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften Hamburg, Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer. Foto: AdWHH/Engel&Gielen

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Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank überreicht den Bundesverdienstorden an Prof. Dr. Angelika C. Wagner. Foto: Ch. Scholz/ UHH

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Bundesverdienstorden an Prof. Dr. Angelika C. Wagner verliehen

Sie hat die Idee des Mentoring als Förderinstrument für Frauen nach Deutschland geholt: Die Pädagogin und Psychologin Angelika Wagner, emeritierte Professorin der Universität Hamburg und Vorstandsmitglied der Universitäts-Gesellschaft Hamburg. Für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gleichstellung von Frauen wurde Prof. Wagner im April 2015 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Das von ihr gegründete Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring erhielt die Medaille für treue Arbeit des Hamburgischen Senats für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit.
Von den ersten sogenannten Frauengesprächsgruppen in den frühen 1970er Jahren über Selbstbehauptungstrainings bis hin zu zahlreichen Aktivitäten und Initiativen in Gremien und Kommissionen: Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt sich Prof. Wagner für die Stärkung, Chancengleichheit und Sichtbarmachung von Frauen ein.

Mehrfach war sie Pionierin, auch in Hamburg: So war sie eine der ersten Frauen im Amt der Vizepräsidentin der Universität Hamburg und Gründerin des Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring, dessen Mentoring-Programm UNICA von der Universitäts-Gesellschaft unterstützt wird. Es bietet Frauen individuelle Beratung und Mentoring in Berufs- und Karrierefragen durch beruflich hochqualifizierte Expertinnen. Diese setzen sich ebenfalls seit Jahren ehrenamtlich für das berufliche und persönliche Fortkommen von Frauen ein und wurden dafür zusammen mit der Organisation mit der Medaille für treue Arbeit des Hamburgischen Senats geehrt.

Die Senatorin für Wissenschaft und Gleichstellung, Katharina Fegebank sagt: „Frau Prof. Wagner hat sich seit jeher für die Chancengleichheit von Frauen engagiert und dabei viele kreative und erfolgreiche Initiativen gestartet und umgesetzt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring haben zahllose Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen beraten und unterstützt. Dieses Engagement ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar und eine wichtige Unterstützung auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft.“

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