Aktuelles

Zukunft gestalten: Deutschlandstipendium 2017

73 Studierende der Universität Hamburg erhielten am 24. Januar von der Vizepräsidentin der Universität Hamburg, Frau Prof. Dr. Jetta Frost, ein Deutschlandstipendium. Stipendiatinnen und Stipendiaten, Förderer und Mitglieder der Auswahlkommission trafen sich zur Vergabefeier im Festsaal des Erika-Hauses auf dem Gelände des UKE.

Das Deutschlandstipendium wird seit 2015 mit jährlich wachsenden Zahlen an der Universität vergeben. Die Universitäts-Gesellschaft engagiert sich seit Beginn für dieses Projekt und ist mit neun Stipendien in diesem Jahr der größte Einzelförderer.

Die Vorsitzende der Universitäts-Gesellschaft, Frau Weber-Braun, betonte in Ihrer Ansprache, dass „eine Stipendienkultur wie die des Deutschlandstipendiums eine Win-Win Situation für alle Beteiligten erzeugt. Studierende bekommen eine Chance geschenkt, Unternehmen können Nachwuchskräfte für sich begeistern und der Wissenschaftsstandort Hamburg wird gestärkt. Das passt perfekt zur Universitäts-Gesellschaft als Netzwerk für den Dialog von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.“

Die Studierenden erhalten 300 Euro pro Monat, finanziert je zur Hälfte aus staatlichen Geldern und von privaten Geldgebern. Die Auszeichnung wird für Leistung und Begabung, gesellschaftliches Engagement, Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und nach Bedürftigkeit an Studierende aller Fakultäten vergeben. Gefördert wird somit eine große Fächervielfalt aus mehr als 180 Studiengängen von der Rechtswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Molekularbiologie bis zu den Polar- und Meereswissenschaften, Friedens- und Sicherheitsforschung sowie Historische Musikwissenschaft.

Erstmals werden mit dem Deutschlandstipendium auch besonders herausragende Studierende mit Fluchthintergrund gefördert. Zwölf der insgesamt 73 Stipendien wurden daher an Flüchtlinge vergeben, die zum Oktober 2016 an der Universität Hamburg in Fächern wie Medizin, Pharmazie, Sozialökonomie oder Informatik erstmals immatrikuliert wurden. Sie kommen aus Syrien, Iran oder Afghanistan.

Hier erfahren Sie mehr über unser Engagement, die Geförderten und die Möglichkeit, selbst zu fördern

Foto: UHH/Michel Dingler

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Meereisdicke Flugzeugmessung, Foto: E. Horvath/AWI

INHOUSE AWI

Offenes Wasser um den Nordpol: Arktisches Meereis auf dem Rückzug

Vermeidung des Klimawandels war Schwerpunktthema des Veranstaltungsprogramms 2016

Im September 2016 ist die Fläche des Arktischen Meereises auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern (Mio km2) abgeschmolzen. Dies ist die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen. Weniger Meereis gab es nur im Negativ-Rekord-Jahr 2012 mit 3,4 Mio km2. „Dies ist erneut ein massiver Eisverlust in der Arktis“, so Prof. Lars Kaleschke von der Universität Hamburg. Prof. Christian Haas vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) bestätigt: „Der Trend setzt sich fort.“ Nordost- und Nordwestpassage sind jetzt gleichzeitig für Schiffe befahrbar.

Für eine kontinuierliche Eisdickenbestimmung entwickelten die Universität Hamburg und das AWI gemeinsam ein neues Datenprodukt. Es kombiniert erstmals Messungen der zwei ESA-Satelliten CryoSat und SMOS und kann Trends aufzeigen. „So konnten wir schon am Ende des arktischen Winters sehen, dass das Eis zehn Zentimeter dünner war als in den Vorjahren, eine deutliche Verminderung“, sagt Lars Kaleschke.

Die jeweils aktuelle Fläche des Meereises wird mit Hilfe von Satellitendaten bestimmt. Ein vom Team um Kaleschke verbessertes Verfahren erlaubt jetzt eine Abbildung bis auf drei Kilometer genau. Üblich sind bisher Auflösungen von etwa mindesten zwölf Kilometern. In der Visualisierung (Schmelze 2016 im Zeitraffer) werden dadurch Details wie Wirbel, Rinnen und Eiskanten besonders gut sichtbar – und geben wertvolle Hinweise auf die Dynamik im Eis und damit seine Stabilität.

Das Meereis der Arktis gilt als kritisches Element im Klimageschehen und als Frühwarnsystem für die globale Erwärmung. „Der Rückzug des arktischen Meereises ist ein deutlicher Hinweis, dass die globale Erwärmung ungebremst fortschreitet“, sagt Lars Kaleschke.

Zur ausführlichen Meldung des Centrums für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg

Hamburger Wissenschaftspreis geht an Prof. Dr. Roland Wiesendanger

Prof. Dr. Prof. E.h. Dr. h. c. Roland Wiesendanger vom Fachbereich Physik der Universität Hamburg wurde von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet des Nanomagnetismus mit dem Hamburger Wissenschaftspreis 2015 ausgezeichnet. Prof. Wiesendanger, der auch Mitglied des Beirats der Universitäts-Gesellschaft ist, gehört zu den international führenden Vertretern der Nanowissenschaften in Deutschland. Ihm und seinem Team ist es gelungen, mit einem speziell entwickelten Rastertunnelmikroskop kleinste magnetische Strukturen auf atomarer Skala sowohl abzubilden als auch zu konstruieren. „Mit dieser Ingenieurskunst auf atomarer Ebene können wir gezielt in die atomare Welt eingreifen“, so Prof. Wiesendanger.

Mit seiner Forschung schafft er die Grundlage für die Entwicklung neuer Speichertechnologien und Logikbauelementen von bisher unerreichter Speicherkapazität und Energieeffizienz. „Diese Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Nanotechnologie von Professor Wiesendanger liefern nicht nur Grundlagen für neue Speichertechnologien“, sagte der Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und Vorsitzende der siebenköpfigen Jury des Hamburger Wissenschaftspreises, Professor Dr. Edwin J. Kreuzer. „Sie lassen zudem hoffen, dass sein Forschungsansatz ein Weg zur Entwicklung für den ressourcenschonenden Energietransport sein wird. Das Preisgeld wird Herr Wiesendanger vor allem für die Nachwuchsförderung auf diesem wichtigen Forschungsgebiet einsetzen.“

„Professor Wiesendanger hat in den vergangenen 25 Jahren durch seine Forschung auf dem Gebiet der Nanowissenschaften Hamburg zu einem international anerkannten Zentrum für nanowissenschaftliche Forschung gemacht“, so Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und Schirmherr des Hamburger Wissenschaftspreises.
Der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen, sagte: „Es freut mich ganz besonders, dass mit der diesjährigen Verleihung des Hamburger Wissenschaftspreises nicht nur ein herausragender Wissenschaftler unserer Universität, Herr Prof. Dr. Wiesendanger, ausgezeichnet wird, sondern dass der Preis außerdem dem Nachwuchs in den Nanowissenschaften zugutekommen soll.“
Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird gestiftet von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve. Die feierliche Preisverleihung fand am 20. November 2015 im Hamburger Rathaus unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz statt.

Urkundenübergabe an Prof. Dr. Roland Wiesendanger durch den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften Hamburg, Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer. Foto: AdWHH/Engel&Gielen

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Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank überreicht den Bundesverdienstorden an Prof. Dr. Angelika C. Wagner. Foto: Ch. Scholz/ UHH

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Bundesverdienstorden an Prof. Dr. Angelika C. Wagner verliehen

Sie hat die Idee des Mentoring als Förderinstrument für Frauen nach Deutschland geholt: Die Pädagogin und Psychologin Angelika Wagner, emeritierte Professorin der Universität Hamburg und Vorstandsmitglied der Universitäts-Gesellschaft Hamburg. Für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gleichstellung von Frauen wurde Prof. Wagner im April 2015 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Das von ihr gegründete Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring erhielt die Medaille für treue Arbeit des Hamburgischen Senats für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit.
Von den ersten sogenannten Frauengesprächsgruppen in den frühen 1970er Jahren über Selbstbehauptungstrainings bis hin zu zahlreichen Aktivitäten und Initiativen in Gremien und Kommissionen: Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt sich Prof. Wagner für die Stärkung, Chancengleichheit und Sichtbarmachung von Frauen ein.

Mehrfach war sie Pionierin, auch in Hamburg: So war sie eine der ersten Frauen im Amt der Vizepräsidentin der Universität Hamburg und Gründerin des Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring, dessen Mentoring-Programm UNICA von der Universitäts-Gesellschaft unterstützt wird. Es bietet Frauen individuelle Beratung und Mentoring in Berufs- und Karrierefragen durch beruflich hochqualifizierte Expertinnen. Diese setzen sich ebenfalls seit Jahren ehrenamtlich für das berufliche und persönliche Fortkommen von Frauen ein und wurden dafür zusammen mit der Organisation mit der Medaille für treue Arbeit des Hamburgischen Senats geehrt.

Die Senatorin für Wissenschaft und Gleichstellung, Katharina Fegebank sagt: „Frau Prof. Wagner hat sich seit jeher für die Chancengleichheit von Frauen engagiert und dabei viele kreative und erfolgreiche Initiativen gestartet und umgesetzt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring haben zahllose Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen beraten und unterstützt. Dieses Engagement ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar und eine wichtige Unterstützung auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft.“

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