Aktuelles

Forum – Junge Wissenschaft im Gespräch:
Künstliche Intelligenz

Spannende Vorträge und eine anschauliche Präsentation im Gästehaus der Universität beschließen das Veranstaltungsjahr der Universitäts-Gesellschaft.

Der Fachbereich Informatik der Universität Hamburg beschäftigt sich intensiv mit Forschungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Zwei Nachwuchswissenschaftler und drei Studenten, die sich im Roboter-Fußball-Team Bit Bots engagieren, hatten sich bereit erklärt, dieses Thema den Mitgliedern der Universitäts-Gesellschaft anschaulich vorzustellen.

Künstliche Intelligenz schaffen durch die Integration verschiedener Fähigkeiten: Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich Dr. Manfred Eppe und Dr. Mikko Lauri in ihren wissenschaftlichen Arbeiten. Inspiriert durch das menschliche Gehirn basieren die intelligenten Systeme, also wie z.B. die Roboter oder das autonome Fahren, auf der richtigen Konfiguration Künstlicher Neuronaler Netze.

Anschaulich dargestellt wurde die Komplexität des Themengebiets durch den Fußball-Roboter „Amy“. Jasper Güldenstein und Daniel Speck präsentierten, dass auch hier die Integration audiovisueller Verarbeitung, Motorik und Kognition die Intelligenz von „Amy“ ausmachen. Das interessierte Publikum hat sich am Ende der Veranstaltung über die kleine Demonstration von „Amy“ durch Niklas Fiedler gefreut, besonders über den simulierten Ballschuss.

Das Ziel ist, 2050 mit dem Roboter-Fußball-Teams der Bit Bots gegen den „echten“ Fußball-Weltmeister zu gewinnen!

Deutschlandstipendiatin 2018

Zum Beispiel Iva Simeonova!

Sie stammen ursprünglich aus Bulgarien. Was hat Sie bewogen, in Deutschland zu studieren. Warum fiel Ihre Wahl auf die Universität Hamburg?

„Ich hatte die Möglichkeit, die elfte Klasse in Deutschland zu verbringen. Schon damals mochte ich die deutsche Kultur und Mentalität und entschied mich daher, hier zu studieren. Außerdem gab es für mich auch einen finanziellen Grund:  die erschwinglichen Studiengebühren in Deutschland. Meine Wahl fiel auf Hamburg, da ich in einer Großstadt studieren wollte.“

Warum haben Sie sich für Jura mit Schwerpunkt Medienrecht entschieden?

„Wie viele 18-Jährige war ich unentschlossen. Ich wusste zwar, dass ich etwas studieren wollte und auf keinen Fall einen Trendstudiengang. Daher blieben mir nur die Klassiker: Jura, Medizin oder naturwissenschaftliche Studiengänge. Da ich aber schon immer sehr gerechtigkeitsorientiert war und auch gern Recht hatte, entschied ich mich für Jura.

Die Pflichtfächer im Grund- und Hauptstudium empfand ich als Pflicht. So richtig begeistert war ich nicht von Jura. Das änderte sich stark durch meinen gewählten Schwerpunkt Medienrecht. Bereits die erste Vorlesung in Telekommunikationsrecht überzeugte mich.“

Wie wurden Sie für das Deutschlandstipendium ausgewählt? Wie hat das Stipendium Ihnen bei Ihrem bisherigen Studium geholfen?

„Ich wurde durch eine Auswahlkommission gewählt. Vermutlich habe ich die Auswahlkriterien gut getroffen:  Durchsetzungskraft, Erwerbstätigkeit neben dem Studium, mein Engagement als Musikerin und meine Unterstützung anderer internationaler Studierender. Mein Migrationshintergrund könnte auch eine Rolle gespielt haben.

Das Stipendium erhielt ich in der Examensphase, sodass ich mehr Zeit hatte, für mein Examen zu lernen – ein Traum.“

In Ihrer Freizeit musizieren Sie sehr gern. Berichten Sie bitte ein wenig über Ihr Projekt Scattertoon.

„Das Projekt Scattertoon ist ursprünglich eine reine Juristenband gewesen. Drei andere Studierende und ich hatten uns im ersten Semester kennengelernt und wollten gerne Musik machen. Mit der Zeit sind zwei ausgestiegen und zwei Nicht-Juristen hinzugekommen. Wir nannten uns ‚Scattertoon‘. Ich sang und spielte Gitarre.

2015 nahmen wir an einigen Bandwettbewerben teil. Wir sind bei einem zweitbeste in Norddeutschland geworden, beim Bandcontest Emergenza. Mittlerweile hat jeder von uns seine/ihre eigenen Projekte. Der Bassist André Köster und ich treffen uns ab und zu und nehmen Lieder auf. Demnächst stellen wir sogar welche auf YouTube.“

Welches berufliche Ziel verfolgen Sie?

„Das weiß ich noch nicht genau. Ich weiß nur, dass ich nach der Promotion mein zweites Staatsexamen bestehen möchte. Zurzeit fühle ich mich an der Uni mit Forschung und Lehre jedenfalls gut aufgehoben.“

Wovon handelt Ihre Dissertation, die Sie gerade verfassen?

„Glücklicherweise konnte ich mich weiter mit Medienrecht beschäftigen. Die Arbeit am medienrechtlichen Lehrstuhl hat mir einige spannende Felder aufgezeigt. Am spannendsten fand ich die Künstliche Intelligenz. Daher schreibe ich darüber meine Dissertation.“

Das Interview führte Astrid Dose.

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Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten sind nicht nur Leistungsträgerinnen und Leistungsträger, sondern echte Persönlichkeiten, die sich neben hervorragenden Noten auch durch ehrenamtliches Engagement auszeichnen.

Fördern Sie mit uns junge Talente:

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© privat

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Deutschlandstipendiatin 2018

Vorgestellt:
Franziska Schlachter! Masterstudentin Politikwissenschaft

„Über gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu diskutieren und sie auch zu analysieren, hat mich schon in der Schule gereizt“, so Franziska Schlachter, die an der Universität Hamburg bis Herbst 2019 den Masterstudiengang Politikwissenschaft belegt. Logisch, dass „Wirtschaft und Politik“ ihr absolutes Lieblingsfach war.

Berufliche Ziele? Ja, auch die verfolgt die 24jährige bereits. Ein Engagement in einer Hilfsorganisation wie UNICEF schwebt ihr vor, um „den Schwächsten in unserer Welt zu helfen“, wie sie selbst sagt. Vorher möchte sie aber die bisher erlernten Inhalte ihres Studiums in einer Promotion vertiefen.

Sich selbst in einer anderen fremden Kultur zurechtzufinden, lernte Franziska Schlachter unter anderem in Kopenhagen, wo sie 2016/17 einen Auslandssemester absolvierte – mit großer Begeisterung. „Ich habe mein Englisch verbessert, interkulturelle Fähigkeiten erworben und einfach einen neuen Blickwinkel auf die Dinge gewonnen. Besonders gefallen hat mir, Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen, beispielsweise aus China, Kanada oder der Türkei.“

Die Arbeit in politischen Zusammenhängen erfährt Franziska Schlachter nicht nur theoretisch an der Universität, sondern auch ganz praktisch durch ihr Engagement bei UNICEF. Bereits seit 2014 arbeitet sie dort im Schulteam und entwickelt Unterrichtsmodule zu Themen wie Recht auf Wasser, Kinderrechte und Flüchtlinge.

Über das Deutschlandstipendium freut sich Franziska Schlachter besonders, da es in Hamburg aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten sehr schwierig sei, als Studierender zu leben. Nur BAFÖG allein reiche nicht. Besonders schätzt sie die Begleitveranstaltungen, da „ich dort auch Studierende anderer Fächer kennenlerne und wieder einmal über den Tellerrand schaue“.

Das Porträt verfasste Astrid Dose.

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Digitalisierung der Kultur: Transformation und Inspiration

Nachlese zum Vortrag von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien am 21. November 2018

Wie hängen Kunst und Digitalisierung zusammen? Dr. Carsten Brosda schildert an zahlreichen Beispielen, dass Kunst und Medien auch immer von technologischen Innovationen begleitet werden. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken und es liegt in unserer Hand, sie zu unserem Vorteil zu nutzen und die kulturelle Einpassung dieser neuen Technologien wahrzunehmen.

Ein Beispiel der Verbindung zwischen Digitalisierung und Kunst ist die Einführung von Kundeninformations-Systemen (CRM) in Theatern. Der Theaterbesucher kann seine Karten online bestellen, kann sich online beraten lassen und kann nach der Aufführung ein Feedback geben. Dies trägt zur Kundenbindung bei, da es dem Theater wiederum ermöglicht eine Steigerung des Absatzes durch kundenorientiere Aufführungen zu konzipieren – eine Verbindung zwischen Kunst und Geschäft

Ein weiteres Beispiel ist der Beginn der Digitalisierung der Museen – ein museums-übergreifendes umfangreiches Projekt. Der digitale Rundgang durch die Museen ist heute teilweise schon Realität. Hier hat sich gezeigt, dass diese Art der Nutzung der Digitalisierung nicht den Museumsbesuch verhindert – im Gegenteil: es inspiriert zum Besuch!

Der Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek war sehr gut besucht. Dr. Brosda stand auch nach seinem Vortrag für zahlreichen Fragen zur Verfügung.

Berenberg Preisträger 2018

Am 13. November 2108 erhielt der Jurist Professor Dr. Peter Mankowski den Preis für Wissenschaftssprache 2018 für sein Buch „Rechtskultur“.

„Die Hauptaufgabe der Universitäts-Gesellschaft Hamburg ist es, den Dialog und das Zusammenwirken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Dafür steht besonders auch der Berenberg Preis für Wissenschaftssprache“, so die erste Vorsitzende der Universitäts-Gesellschaft, Elke Weber-Braun.

Prof. Mankowski erhält den Preis, weil es ihm in seinem Buch auf eindrucksvolle Weise gelungen ist, den abstrakten Gegenstand der Rechtskultur durch eine anschauliche und elegante Sprache anhand von ausgewählten Beispielen aus zahlreichen Kulturen und Ländern konkret und fassbar zu machen, so die Jury. Ihr gehörten Claudia Spiewak (NDR), Matthias Iken (Hamburger Abendblatt), Karsten Wehmeier (Berenberg Bank Stiftung von 1990) und Prof. Dr. Hans-Harald Müller (Universitäts-Gesellschaft Hamburg) an.

Die Festrede der Feierstunde zur Preisverleihung hielt Lutz Marmor, Intendant des NDR. Sie trug den Titel: „Der Beitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur demokratischen Gesellschaft“. Lutz Marmor nannte dabei unter anderem das Angebot für alle, Garant zu sein für Vielfalt und Unabhängigkeit als wichtige Werte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Professor Dr. Armin Hatje rundete den Festakt in seiner Laudation ab mit der Aussage: „Jedoch ist das Werk, wie es der Berenberg-Preis fordert, in einer fließenden, lebendigen und abwechslungsreichen Sprache geschrieben. Sie macht nicht nur das Lesen des Buches zu einem Vergnügen, sondern das Weglegen zu einem Akt des Verzichts. Selten findet man wissenschaftlichen Anspruch und Verständlichkeit so harmonisch vereint.“

Der Preisträger Prof. Dr. Peter Mankowski ist seit 2001 Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privat- und Prozessrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Hamburg und Direktor des Seminars für Internationales Privat- und Prozessrecht der Universität Hamburg. Mehr

Das Buch „Rechtskultur“ ist bei Mohr Siebeck in der Reihe Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht des Max-Planck-Instituts erschienen (ISBN 978-3-16-154828-4).

Schifffahrtsstandort Hamburg – Chancen und Risiken

Die Universitäts-Gesellschaft zu Gast bei Hapag-Lloyd am 23. Oktober 2018

Hapag-Lloyd als fünftgrößte Reederei der Welt bestimmt maßgeblich den Schifffahrtsstandort Hamburg.

Dies hat Nils Haupt, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Hapag-Lloyd, durch einen geschichtlichen Abriss der Firma eindrucksvoll geschildert. Am 27. Mai 1847 gründeten Reeder und Kaufleute die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, kurz Hapag. Die herausragende Führung der Reederei durch Albert Ballin, ließ das Unternehmen um 1900 zur weltgrößten Reederei werden. Als bedeutende Meilensteine Albert Ballins nannte Nils Haupt:

  • Die Taufe des ersten Hapag-Giganten „Imperator“, dem damals größten Schiff der Welt durch Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1912.
  • Die Unterstützung der Auswanderer durch eine menschenwürdige Unterbringung vor ihrer Abreise nach Amerika – heute sehenswert dargestellt im BallinStadt Auswanderermuseum.
  • Die Erfindung der ersten kommerziellen Kreuzfahrt und den Versuch, den ersten Weltkrieg zu verhindern.

Der Verlust von jeweils mehr als 90% der Schiffe in den beiden Weltkriegen machte jeweils massive Erneuerungen notwendig. Dieses mündete nach dem zweiten Weltkrieg in der Fusion der HAPAG mit dem Norddeutschen Lloyd aus Bremen am 01.09.1970 zur Hapag-Lloyd AG. Weitere internationale Fusionen folgten in den Jahren 2006, 2014 und 2017.

Auch die kommenden Jahre werden durch neue finanzielle Herausforderungen geprägt, wie z.B. das neue Gesetz den Schwefel im Treibstoff auf 0,5% zu reduzieren, sowie die Veränderung der Transport- und Konsumentenströme.

Diese Aussage wurde durch die anschließende Darstellung von Prof. Dr. Wolfgang Drobetz, Universität Hamburg, zur Schiffsfinanzierung aus wissenschaftlicher Sicht erweitert. Seine Präsentation machte deutlich, wie risikobehaftet und volatil die Schifffahrt ist. Betrachtet man jedoch die Schifffahrt nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln, wie z.B. auch der maritimen Technologie und der Logistik: Dann ist Hamburg die Nummer zwei auf der Liste aller Welthäfen. 

Der Vortragsraum bei Hapag-Lloyd war bis auf den letzten Platz besetzt und das interessierte und begeisterte Publikum hat durch zahlreiche Fragen die Vorträge noch vertieft. Die Universitäts-Gesellschaft bedankt sich ganz herzlich bei Nils Haupt und den weiteren Mitarbeitern von Hapag-Lloyd für den gelungenen Abend und die exklusive Bewirtung sowie bei Prof. Wolfgang Drobetz für seine Expertise und die wissenschaftliche Ergänzung zum Thema.

© UHH/Schell

Förderung von vier Exzellenzclustern (EXC) an der Universität Hamburg ab 1. Januar 2019

Wir gratulieren der Universität Hamburg zum großen herausragenden und beachtlichen Erfolg bei der Exzellenzstrategie. Mit nun 4 erfolgreichen Clusterprojekten ist die UHH ganz weit vorn. Nun geht es weiter in Richtung Exzellenzuni.

Gefördert werden:

  • Klimaforschung: „Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)“
  • Photonen- und Nanowissenschaften: „Advanced Imaging of Matter: Structure, Dynamics and Control on the Atomic Scale“
  • Mathematik, Teilchenphysik, Astrophysik, Kosmologie: „Quantum Universe“
  • Manuskriptforschung: „Understanding Written Artefacts: Material, Interaction and Transmission in Manuscript Cultures“

Das CSTI der HAW Hamburg – ein Ort für innovative Ideenentwicklung

Die Universitäts-Gesellschaft zu Gast in der HAW am 18. September 2018

Spielkind oder Wissenschaftler? Prof. Kai von Luck verbindet als Leiter des in der Aufbauphase befindlichen „CREATIVE SPACE FOR TECHNICAL INNOVATIONS“ – CSTI beide Komponenten miteinander nach dem Motto von Alan Curtis Kay „The best way to predict the future is to invent it“.  „Wir spielen rum, weil wir es können und weil es Spaß bringt“ sagt Prof. von Luck.

Die geschäftsführende Leiterin Dr. Susanne Draheim ergänzt: „Wir entwickeln mit den besten Wissenschaftlern und Studierenden der unterschiedlichsten Fachrichtungen, vom Informatiker bis zum Sozial- und Kulturwissenschaftler interdisziplinär neue Ansätze in den vier Bereichen Interaktive Virtual/ Augmented Reality, Smart Objects, Maschine Learning/ Data Mining und Science & Technology Studies“.

Die Arbeitsweise im CSTI ist experimentell und vor allem schnell. In extrem kurzer Zeit werden digitale Lösungen zusammengestellt und erprobt, wie z.B. eine sich verfärbende Atemschutz-Maske, die aktuelle Daten zur Luftqualität misst und diese in Echtzeit und standortbezogen an die Umgebung sowie an eine korrespondierende Internetplattform zur Sammlung von Daten in großer Fläche kommuniziert.

Nach dem interessanten Vortrag konnten die begeisterten Zuhörer bei einem Rundgang durch die Labore eine Offshore-Windenergieanlage in Echtzeit und einen Finnwal interaktiv virtuell mit einer VR-Brille erleben. Herzlichen Dank an Kai von Luck, Susanne Draheim und weitere Mitarbeiter des CSTI für diesen spannenden Abend!

Johanna Ahlmann, Elke Weber-Braun © UHG/Silke Richter

Exkursion zur NordArt 2018

Alle Teilnehmer der Exkursion am 28.06.2018 nach Büdelsdorf waren sich am Ende des Tages einig: Der Besuch der NordArt 2018 war ein absolut lohnender Ausflug. Alles hat gestimmt: der Vortrag zur Geschichte des Ausstellungsortes, die Führung, die Organisation und das dazugehörige Rahmenprogramm und nicht zuletzt hat auch das Wetter mitgespielt.

Eröffnet wurde der Ausstellungsrundgang durch Johanna Ahlmann, der Gastgeberin im Kunstwerk Carlshütte. Eindrucksvoll hat sie die enge Verbundenheit ihrer Familiengeschichte mit dem Ausstellungort dargestellt, der damaligen Eisengießerei und dem heutigen Stammsitz der ACO Firmen-Gruppe.

Die in diesem Jahr zum 20.ten Mal stattfindende NordArt hat 1999 in der neu renovierten Wagenremise begonnen. So auch unsere Führung durch die Ausstellung. Hier werden in diesem Jahr im wesentlichen Exponate von Jan Koblasa gezeigt. Die Wagenremise liegt in einem großzügigen Park, in dem weitere Kunstobjekte zu bestaunen sind. Hier seien besonders hervorgehoben die Werke von Zeng Chenggang mit „Lotus Talks“, Jörg Plickat mit „Helping Hands“ und Urs-P. Twellmann mit „2.25 x “. Fortgesetzt wurde die Führung in der ehemaligen Werkshalle, beispielhaft sind hier zu erwähnen die Werke von: ZHANG Dali mit „Man and Beast“, LV Shun mit „Where we are going to“, XU Bing mit „Phoenix“ und Arnd Christian Müller mit „Malleus – „Klangfeld““.

Die Ausstellung ist am 9. Juni eröffnet worden und bietet 100 Tage Gelegenheit zu einem wirklich besonderen Besuch.

Neues Konzept für das Museum für Völkerkunde in Hamburg

Nachlese zum Vortrag vom 24. Mai 2018

Die Direktorin des Museums, Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, präsentierte in ihrem Vortrag zunächst einige herausragende Exponate, die das Völkerkundemuseum besonders auszeichnen. Hierzu gehört zum Beispiel das Unikat „Mutter mit Kind, Aufsatzmaske Bena-Mwanika, Kuba, Zaire, 1905 gesammelt von Leo Frobenius“. Dieses und andere vergleichbare Objekte sollen zukünftig wieder mehr in den Fokus des Museums gerückt werden. Die bereits begonnene Neupositionierung des Museums hat dabei vielfältige Facetten. Sie reicht von der Verlagerung des Schwerpunktes auf Kultur und Künste über die Konzeption und Umsetzung einer neuen Dauerausstellung bis hin zur Modernisierung der technischen Ausstattung, Werkstätten und der internen Logistik. Das Museum als modernes Archiv für Weltwissen.

Der neue Name „Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt (MARKK)“ soll ab dem 11. September 2018 verwendet werden. Dies wird verbunden mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Erste Dinge“. 

Die Veranstaltung wurde abgerundet durch eine lebendige Führung durch die komplexe und interessante aktuelle Ausstellung „Designgeschichten zwischen Afrika und Europa – Flow of Forms / Forms of Flow“

Foto Gewänder: Black Coffee, Counterpoint Coats, Herbst 2011, Imprint Dress, Sommer 2013

© UGH

Ausschreibung des «Berenberg Preises für Wissenschaftssprache» 2018

Bereits zum vierten Mal schreibt die Universitäts-Gesellschaft den mit 5.000 Euro dotierten Berenberg Preis für Wissenschaftssprache aus.

Mit dem Preis werden in Deutsch verfasste, wissenschaftlich herausragende Arbeiten ausgezeichnet, die in einer ästhetisch ansprechenden und besonders verständlichen Sprache geschrieben sind.

Mit ihm soll das Bemühen um die Qualität der deutschen Wissenschaftssprache gefördert werden.

Der Berenberg Preis wird von der Universitäts-Gesellschaft alle drei Jahre vergeben und das Preisgeld wird von der ‚Berenberg Bank Stiftung von 1990’ zur Verfügung gestellt.

Der Jury gehören wie in den Vorjahren Claudia Spiewak (NDR) und Matthias Iken (Hamburger Abendblatt) an sowie für die Universitäts-Gesellschaft Prof. Dr. Ingrid Schröder und für die ‚Berenberg Bank Stiftung von 1990‘ Karsten Wehmeier.

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Den vollständigen Text der Ausschreibung finden Sie hier.

Digitale Medizin: Erfahrungen – Potentiale – Grenzen

Nachlese zum Vortrag am 11. April 2018

Vom Handy geweckt und dabei zugleich mit den ersten Fotos von Krankheitsbildern zum direkten Austausch von Diagnosen mit Kollegen und zum Wissenstransfer versorgt – das ist die Welt der digitalen Medizin schon heute! So beginnt der mitreißende und anschauliche Vortrag von Prof. Dr. Augustin, Institutsdirektor am UKE und HCHE.

Untersuchungen zeigen, dass der rasante Anstieg der Lebenserwartung im Wesentlichen auf das gesteigerte Gesundheitsverhalten der Bevölkerung zurückzuführen ist und nur zu einem kleinen Teil auf die Digitalisierung der Medizin. Trotzdem ist die Digitalisierung der Medizin ein wichtiger Baustein, um Diagnosen schneller, ortsunabhängiger und wesentlich effizienter durchzuführen und dabei gleichzeitig durch mehrere Kollegen und zusätzliche statistische Grundlagen zu verifizieren. Die eingesetzten, bzw. in der Entwicklung befindlichen neuen Methoden reichen dabei von der Telemedizin über die Videosprechstunde, die Sammlung von unstrukturierten, großen Datenmengen – Big Data – bis hin zur elektronischen Krankenakte.

Vieles ist dabei noch in der Entwicklung. Auch die administrativen Vorgaben, wie Datenschutzrichtlinien und die Vergütung elektronischer Verfahren müssen dabei beachtet oder neu angepasst werden.

Foto unten: v.l.n.r. Prof. Dr. Matthias Augustin, Elke Weber-Braun © UGH/Silke Richter

© privat

Universitäts-Gesellschaft gratuliert ihrem Beiratsmitglied Roland Wiesendanger zum dritten „ERC Advanced Grant“

Der Leiter der „Forschungsgruppe Rastersensormethoden“ am Fachbereich Physik der Universität Hamburg, Prof. Dr. Roland Wiesendanger, ist erneut beim europäischem Exzellenz-Wettbewerb erfolgreich. Er erhält den Forschungspreis vom Europäischen Forschungsrat ERC (European Research Council) bereits zum dritten Mal in Folge. Der Preis ist mit 2.5 Millionen Euro dotiert.

Das ERC-Forschungsvorhaben „ADMIRE: Atomic-scale Design of Majorana states and their Innovative Realspace Exploration“ konzentriert sich auf die Erforschung neuer Konzepte für einen Quantencomputer.

Dieser wäre nicht nur erheblich leistungsfähiger und effizienter als herkömmliche Computer, er würde auch völlig neue Möglichkeiten in der Verschlüsselungstechnologie und bei der abhörsicheren Kommunikation bieten.

Möglich wurden diese neuen Forschungsarbeiten aufgrund der weltweit einmalige Expertise der Forschungsgruppe von Professor Wiesendanger im Bereich der atomar präzisen Fertigung geeigneter Strukturen kombiniert mit speziellen Untersuchungsmethoden der strukturellen, magnetischen und supraleitenden Eigenschaften auf atomarer Ebene.

Ausführliche Informationen finden Sie HIER.

Deutschlandstipendiatin der Universitäts-Gesellschaft erhält hervorragende Note für ihren Masterabschluss

Darja Vorrat war für zwei Jahre Deutschlandstipendiatin der Universitäts-Gesellschaft Hamburg. Nun hat Sie ihr Masterstudium der Historischen Musikwissenschaft im Fachbereich Kulturwissenschaften mit der Note 1,25 abgeschlossen.

Wir gratulieren Frau Vorrat herzlich zum Abschluss und wünschen ihr alles Gute für den weiteren Lebensweg!

Ihre tolle Abschlussnote hat sie in Moskau erfahren, wo sie derzeit eine Ausbildung zur Chorleiterin an der Orthodoxen Geistlichen Akademie beendet. Die Arbeit an ihrer Promotion hat sie bereits begonnen und wird diese im kommenden Wintersemester in Hamburg fortsetzen.

Bei den Förderern des Deutschlandstipendiums bedankt Darja Vorrat sich in ihrer Masterarbeit mit den Worten: „Der Universitäts-Gesellschaft (…) danke ich ganz herzlich für die finanzielle und ideelle Förderung im Rahmen des Deutschlandstipendiums während meines Studiums und der Abschlussphase. Diese Unterstützung war für mich nicht nur eine finanzielle Entlastung, die mir u.a. den Besuch des Russischen Staatsarchivs für Literatur und Kunst in Moskau ermöglichte, sondern erweiterte auch wesentlich meinen Wissenshorizont durch interessante Vorträge aus teils fachfremden Gebieten sowie anregenden Aktivitäten und Veranstaltungen in richtungsweisenden Unternehmen.“

© UGH

Foto: v.l.n.r.: Admiral Carsten Stawitzki/Elke Weber-Braun/Roger Zörb, © UGH

Strategic foresight – Wieviel Morgen verträgt das Heute?

Nachlese unserer Veranstaltung vom 20. März 2018

Am 20.3.2018 war die Universitäts-Gesellschaft gemeinsam mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft zu Gast in der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Nach einem informativen Vortrag des Kommandeurs der Führungsakademie, Admiral Carsten Stawitzki, zum Thema „Strategic Foresight“ gab es die Gelegenheit, mit dem Admiral neuste Erfordernisse der strategischen Vorausschau ausführlich zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass eine hervorragende Ausbildung der jungen militärischen Führungselite zu vernetztem Denken und Handeln in einer sich rasant verändernden Welt mit zahllosen Konflikten für den Admiral höchste Priorität hat.

Am 9. Juni ist der Tag der Bundeswehr. Die Führungsakademie nutzt diesen Tag zu einem „Tag der offenen Tür“, um ihr 60-jähriges Bestehen zu feiern. Hören Sie dazu das Interview mit Admiral Carsten Stawitzki, der dem Ruf der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach Berlin folgen wird.

Vorstandsmitglied der Universitäts-Gesellschaft im Dialog mit dem Mittelstand

Bei einer Veranstaltung des Industrieverbands Hamburg sprach Herr Walter Conrads kürzlich in einem Vortrag über das Thema Wissenschaft und Mittelstand. Er hielt ein überzeugendes Plädoyer dafür, die Wissenschaft stärker in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Nur so könne die Vision des Hamburger Senats Hamburg – Wissenschaftsmetropole im Norden Wirklichkeit werden. Dabei komme dem Mittelstand eine zentrale Rolle zu. Für alle, die verstehen wollen, wie Wissenschaft immer stärker unser privates und berufliches Leben beeinflusst, biete sich eine Mitgliedschaft in der Universitäts-Gesellschaft an, die es sich seit Bestehen der Universität Hamburg zur Aufgabe gemacht hat, Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu sein. „Bei Vorträgen und Führungen renommierter Wissenschaftler kann man den ‚Finger am Puls der Wissenschaft‘ halten“, führte Conrads aus.

Foto: v.l.n.r.: Michael Westhagemann (Präsident des IVH), Prof. Dr. Ed Brinksma (Präsident der TUHH), Dr. Andreas Dressel (Fraktionsvorsitzender der SPD in der Hamburger Bürgerschaft), Walter Conrads (Vorstand UGH und Mitglied des Hochschulrats der TUHH)

© UGH

Center for Hybrid Nanostructures (CHyN) – Vernetzte Nanoforschung

Nachlese unserer Veranstaltung vom 20. Februar 2018

Der Direktor des CHyN, Prof. Dr. Robert Blick, stellte den Mitgliedern der Universitäts-Gesellschaft das neue Gebäude für interdisziplinäre Forschung auf dem Campus Bahrenfeld mit seinen Forschungsaufgaben vor. Hier treffen sich Physiker*innen, Chemiker*innen und Biologen*innen unter einem Dach, um gemeinsam Grundlagenforschung bis hin zur praktischen Anwendung zu betreiben. Neue Forschungsergebnisse enden nicht selten in Start-Ups, in denen die neu entwickelten Ergebnisse vermarktet werden.

Ergebnisse der Nanoforschung könnten z.B. auch bald Diagnosen im Krankenhaus beschleunigen und damit die Behandlung der Patienten schneller möglich machen. Hier findet eine enge Zusammenarbeit mit dem UKE statt.

Der erst seit 2009/2010 in Hamburg neu eingeführte Studiengang der Nanowissenschaften als Kombination von Physik, Chemie und Mathematik umfasst bereits über 100 Studierende im aktuellen Jahr. 

Die anschließende exklusive Führung durch einige Forschungslabore mit ihrer neusten Technik rundete den Vortrag eindrucksvoll ab.

Präsentation Center for Hybrid Nanostructures – Vernetzte Nanoforschung

Deutschlandstipendien 2018 vergeben

Die Universitäts-Gesellschaft fördert sechs von 128 Stipendien an der Universität Hamburg.

128 Stipendiat*innen sowie deren Förderer und die Mitglieder der Auswahlkommission der Universität Hamburg trafen sich am 31. Januar zur Vergabefeier im Festsaal des Erika-Hauses auf dem Gelände des UKE.

Das Deutschlandstipendium wird seit 2015 mit jährlich wachsenden Zahlen an der Universität vergeben. Die Universitäts-Gesellschaft engagiert sich seit Beginn für dieses Projekt und ist mit sechs Stipendien auch in diesem Jahr wieder mit dabei. Wir begrüßen zwei neue Stipendiatinnen und freuen uns, vier Stipendiat*innen weiterhin fördern zu können.

Die Studierenden erhalten 300 Euro pro Monat, finanziert je zur Hälfte aus staatlichen Geldern und von privaten Geldgebern. Die Auszeichnung wird für Leistung und Begabung, gesellschaftliches Engagement, Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und nach Bedürftigkeit an Studierende aller Fakultäten vergeben. Gefördert wird somit eine große Fächervielfalt aus mehr als 180 Studiengängen von der Rechtswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Molekularbiologie bis zu den Polar- und Meereswissenschaften, Friedens- und Sicherheitsforschung sowie Historische Musikwissenschaft.

Wieder werden mit dem Deutschlandstipendium auch besonders herausragende Studierende mit Fluchthintergrund gefördert. 25 der insgesamt 128 Stipendien wurden daher an Flüchtlinge vergeben, davon acht an Frauen.

Hier erfahren Sie mehr über unser Engagement, die Geförderten und die Möglichkeit, selbst zu fördern

Stipendiatinnen und Förderer der UGH, © UGH/Silke Richter

© UGH/Silke Richter

Digitalisierung der Arbeitswelt und Sozialstaat

Nachlese unserer Veranstaltung vom 25. Januar 2018

Prof. Dr. Thomas Straubhaar begann seine Ausführungen mit der Aussage, dass die durch Digitalisierung veränderte Arbeitswelt eine historische Chance darstellt, einen radikalen Neuanfang des Sozialstaates vorzunehmen.

Welchen Kriterien aber muss dieser Neuanfang genügen? Diese Frage beantwortete Straubhaar mit effektiv, effizient, gerecht sowie liberal und schlägt damit das bedingungslose Grundeinkommen vor. Das Grundeinkommen erhält jede Person in Deutschland von der Geburt bis zum Tod. Zur Effizienz und Transparenz soll zusätzlich ein für Arbeit, Kapital und sonstige Einkünfte gleicher, fester Steuersatz dienen.

Mit dieser Antwort auf den Wandel unserer Welt wird es wieder möglich sein, arbeiten zu wollen, anstatt arbeiten zu müssen. Es fördert die Möglichkeit, das Arbeiten besser den Lebensumständen anzupassen und notwendige Weiterqualifizierungen wahrzunehmen.

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek war bis auf den letzten Platz gefüllt und das Publikum vertiefte mit dem Referenten in der anschließenden lebhaften Diskussion viele Aspekte dieses radikalen Ansatzes.

Bei Interesse an der Präsentation von Prof. Straubhaar zum Nachlesen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.

Die ausführliche Darstellung der Idee von Thomas Straubhaar finden Sie in seinem Buch „RADIKAL GER€CHT“, Edition Körber-Stiftung, 2017.

Zusätzliches Angebot: Die Kulturtechnik des Schreibens

Das Exzellenzcluster  „Understanding Written Artefacts“ aus dem Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften der Universität Hamburg ist im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder erfolgreich in die zweite Runde gelangt. Der Sprecher des Clusters, Prof. Dr. Michael Friedrich, stellt in einem Vortrag unter dem Titel „Die Kulturtechnik des Schreibens“ die Fragestellungen, die Methoden und die Ziele des Clusters vor.

Der Stellenwert der Initiative für den Wissenschaftsstandort Hamburg wird anschließend in einem moderierten Gespräch vertieft. Das moderierte Gespräch findet statt mit:

  • Prof. Dr. Susanne Rupp, Vizepräsidentin der Universität
  • Dr. Hans-Gerhard Husung, ehemaligen Generalsekretär der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern
  • Prof. Dr. Michael Friedrich, Vortragender und Sprecher des Clusters

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Patriotischen Gesellschaft, der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung und der Universitäts-Gesellschaft Hamburg.

Finden Sie hier nähere Informationen über das Cluster!
Die Einladung finden Sie hier!

Ort und Uhrzeit der Veranstaltung:
Haus der Patriotischen Gesellschaft, Reimarus-Saal
Trostbrücke 6
20457 Hamburg
Montag, 29. Januar 2018, 19:00 Uhr

Der Eintritt ist frei
Anmeldungen bitte an die Patriotische Gesellschaft: info@patriotische-gesellschaft.de. 

© pixabay.com

v.l.n.r: Dr. Tim Heemsoth, Dr. Antonia Scholkmann, Dr. Bettina Kleiner, © UGH/Silke Richter

Junge Wissenschaft im Gespräch

Eine kleine Nachlese unserer Veranstaltung vom 6. Dezember 2017

Alle Bildungsbereiche stehen vor großen Herausforderungen. Deshalb hat die Universitäts-Gesellschaft drei Nachwuchswissenschaftler*innen eingeladen, aktuelle Bereiche der Erziehungswissenschaft vorzustellen.

Aus erster Hand erhielten die Zuhörer*innen Informationen über Schuldidaktik, Konzepte der Hochschullehre und neue Bildungstheorien von DR. TIM HEEMSOTH, DR. ANTONIA SCHOLKMANN und DR. BETTINA KLEINER.

TIM HEEMSOTH, der die Vortragsreihe eröffnete, beschäftigt sich in seiner Forschung damit, die Vermittlung von neuen Wissensinhalten durch „Lernen an Beispielen“ zu verbessern. Dafür hat er in empirischen Datenerhebungen analysiert, welche Art von Beispielen – wie z.B. vereinfachte, fehlerhafte oder korrekte – für welche Art von Schülergruppen – wie z.B. leistungsstarke oder leistungsschwache – am besten geeignet sind und die besten Lernergebnisse erzielen.

ANTONIA SCHOLKMANN untersucht neue Lehr- und Lernformen an Universitäten. Das vorgestellte Konzept stellt für die Präsenzzeiten an der Universität die Gruppenarbeit mit klar definierten Aufgaben und Problemstellungen in den Mittelpunkt. Diese werden intensiv durch Tutoren begleitet. Eine Vorlesung dient dabei als „Vorbereiter“ und kann auch online erfolgen. Die Dozenten bilden die Tutoren aus. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass die Studierenden in dieser Lernform zusätzlichen Kompetenzen in den Bereichen Problemlösung und der Zusammenarbeit erwerben.

BETTINA KLEINER erläuterte zunächst die Veränderung der Definition des Bildungsbegriffs von Humboldt über Klafki bis zur aktuellen Bildungsprozesstheorie von Hans-Christoph Koller. Nach aktuellen Erkenntnissen stimuliert die Krise Veränderung – und damit Bildung. Mit einer qualitativen Interviewstudie  „Wie gehen lesbische, schwule, bisexuelle und trans*geschlechtliche Jugendliche mit Differenz- und Exklusionserfahrungen in der Schule um?“ zeigt Bettina Kleiner, dass die Bewältigung von krisenhaften Erfahrungen im Lebensverlauf Handlungsspielräume erweitert. Diskutiert wurde, ob dies eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsverlauf in der Hochschule oder im Beruf darstellt.

Präsentation: BILDUNG UND SELBSTBESTIMMUNGSFÄHIGKEIT IN POSTMODERNEN GESELLSCHAFTLICHEN VERHÄLTNISSEN

Ausstellungsempfehlung: Die Welt als Wald

Verschwindende Vermächtnisse: DIE WELT ALS WALD ein Projekt von Anna-Sophie Springer und Dr. Etienne Turpin.
Diese Sonderausstellung findet statt bis zum 29. März 2018
im Zoologische Museum Hamburg im Centrum für Naturkunde (CeNak) Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg

Vor 160 Jahren entschlüsselte Alfred Russel Wallace während Forschungsreisen in Südamerika und Südostasien das Prinzip der Evolution.

Vom 10.11.2017 bis 29.03.2018 thematisiert die Ausstellung „Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald“ die Zerstörung dieser tropischen Lebensräume im Anthropozän. Das Konzept der Ausstellung ist einzigartig. „Verschwindende Vermächtnisse“ verbindet eine historische Themenausstellung mit einem raumfüllenden Kunstereignis und verwandelt das Zoologische Museum Hamburg im Centrum für Naturkunde (CeNak) in den bedrohten Lebensraum (Regen-)Wald. Es werden acht neue Auftragswerke von namhaften zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Maria Thereza Alves, Bik Van der Pol, Armin Linke und Paulo Tavares neben fünf weiteren Werken von Ursula Biemann, Mark Dion und anderen gezeigt. Und es wird sich der Antwort der Frage genähert: Ist die Trennung von Natur und Kultur aus naturwissenschaftlicher Perspektive im Anthropozän noch haltbar?

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 9 – 17 Uhr, montags und feiertags geschlossen Eintritt frei

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Oben: © Reassembling the Natural/Etienne Turpin & Anna-Sophie Springer, Sumatra 2014 / Unten: © Revital Cohen & Tuur Van Balen, Leopard, Impala, 2016

© privat

Oben: Prof. Dr. Jan Louis beim Vortrag am 13.9.2017 vor den Mitgliedern der UG / Unten: Prof. Dr. Jan Louis (l) und Walter Conrads (r), Vorstand der UG, © UGH/Silke Richter

Wissen vom Fass – Was ist das?

Beantwortet hat dies der Vizepräsident der Universität Hamburg Prof. Dr. Jan Louis in einer Veranstaltung der Universitäts-Gesellschaft. Dabei ist es dem Physiker Louis besonders wichtig, auch die Naturwissenschaften als kulturelle Leistungen unserer Gesellschaft darzustellen.

Das Format dieser Veranstaltungsreihe basiert auf der Idee, aktuelle Ergebnisse der Grundlagenforschung einem breiten Publikum zu präsentieren und die Schwellenangst zur Wissenschaft zu senken. Dazu haben gestandene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg und des DESY ihre aktuellen Forschungsthemen in Hamburger Kneipen nur mit Einsatz ihrer Stimme, ihres Körpers und eventuell einem Requisit vorgestellt. Powerpoint ist verboten!

Die Veranstaltungen haben seit 2015 einmal pro Jahr zeitgleich in bis zu 50 Hamburger Kneipen stattgefunden. Zunächst mussten die Vortragenden und Kneipen von der Idee zum „Dabeisein“ überzeugt werden. Gleich die erste Veranstaltungsreihe des ersten Jahres in zunächst nur 29 Kneipen mit ausschließlich naturwissenschaftlichen Beiträgen war ein großer Erfolg. Dies hat dazu beigetragen, dass die Veranstaltungen in 2017 auf 50 Kneipen und einem breiteren Themenspektrum ausgeweitet werden konnten.

Seien Sie nächstes Mal auch mit dabei. Termine, Themen, Orte und Kurzfassungen der Veranstaltungen finden Sie hier. Es lohnt sich!

Übrigens: Prof. Louis begegnete „Wissen vom Fass“ bei Forschungsaufenthalten am Weizmann-Institut in Tel Aviv und brachte die Idee kurzerhand mit nach Hamburg. In Tel Aviv geht man in der Wissenschaftsvermittlung bereits einen weiteren neuen und ungewöhnlichen Weg: Wissenschaft präsentiert in Jugendgefängnissen. Wir dürfen gespannt sein, ob diese Idee auch in Hamburg Nachahmer findet.

Interaktion und Multimedialität im Zoologischen Museum in Hamburg

Von Jan-Niklas Pries

Die Tierwelt aus nächster Nähe erleben, multimedial und interaktiv?
Das Zoologische Museum Hamburg macht dies interessierten Besuchern auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern mit Hilfe von modernster Technik möglich. So können Präparate von Vögeln, Insekten, Huf- und anderen Tieren aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden.

Im Rahmen einer exklusiven Führung haben der Direktor Prof. Dr. Matthias Glaubrecht und Museumspädagoge Daniel Bein den Mitgliedern der Universitäts-Gesellschaft im Juni einen Einblick in das Museum ermöglicht, bei dem sie die Besonderheiten der Ausstellung nach den umfassenden Modernisierungen präsentierten.

Zu den besonderen Exponaten zählen etwa das Skelett von Finnwal „Finni“, dessen Reisen zu Lebzeiten durch die Weltmeere virtuell miterlebt werden können und ein präparierter Eisbär. Eine Multimedia-Screen gibt den Besuchern Auskunft über den schwindenden Lebensraum des Raubtieres als Folge des Klimawandels und macht es möglich, Eisbären in Echtzeit per GPS zu verfolgen.

Mit seinen anschaulichen Präparaten und den interaktiven Digital-Stationen ist das Museum besonders für Familien mit Kindern interessant. So gibt es museumspädagogische Angebote, wie etwa die Tierforscher-Safari.
Aber nicht nur Familien und Kinder kommen auf ihre Kosten: Das Museum ist auch Studierenden und Erwachsenen ans Herz zu legen, denn mit seiner überaus großen Anzahl an Objekten gehört das Zoologische Museum zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Universitätssammlungen Deutschlands. So forschen regelmäßig Studierende an Objekten und Ausstellungsgegenständen wie dem Finnwal „Finni“, über den eine Studentin bereits eine Bachelorarbeit verfasst hat.

Zoologisches Museum, NEUER Eingang: Bundesstraße 52, 20146 Hamburg

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 9:00 Uhr – 17:00 Uhr

Eintritt frei

Oben: Prof. Dr. Matthias Glaubrecht im Foyer des Zoologischen Museums. © Jan-Niklas Pries / Unten: "Finni" im Foyer des Zoologischen Museums. © UHH_RRZ_MCC_Mentz

Prof. Dr. Hannes Federrath spricht im Hamburger Warburg-Haus zum Thema „Cybersicherheit – Voraussetzung für die Nutzung von Netzen“. © Jan-Niklas Pries

Cybersicherheit und Cyberdatenschutz

Im gut gefüllten Warburg-Haus sprach der Informatik-Professor Dr. Hannes Federrath von der Universität Hamburg über Sicherheit im Netz: „Wir brauchen eine ethische Diskussion über die Chancen und Risiken von Cybersicherheit

Von Jan-Niklas Pries

Hamburg. Wie unkalkulierbar die Gefahren durch das Internet und die Digitalisierung sind, hat der jüngste Hackerangriff auf weltweit mehrere Hunderttausend Rechner gezeigt. Bei der Attacke bedienten sich die Angreifer einer Schadsoftware namens „Wanna Cry“, um in kürzester Zeit weltweit Rechner anzugreifen und infolgedessen Lösegeld zu erpressen. Das Besondere an diesem Fall: Neben tausenden Computern in Privathaushalten, wurde unter anderem auch die empfindliche digitale Infrastruktur von Krankenhäusern in Großbritannien getroffen.

Doch welchen wirksamen Schutz gibt es vor solchen Attacken? Wie sammeln Internetkonzerne wie Facebook, Google und Co. unsere Daten? Und welche ethischen Fragen müssen wir uns stellen, wenn es um das Thema Cybersicherheit geht? Diesen Problemstellungen widmete sich der Informatik-Professor Hannes Federrath am vergangenen Dienstag im Rahmen einer Veranstaltung der Universitäts-Gesellschaft im Hamburger Warburg-Haus.

Zu Beginn seines Vortrags ging Federrath auf das Spannungsfeld von Online-Marketing und Datenschutz ein und stellte heraus, dass Internetmarketing im Wesentlichen darauf beruhe, durch kostenlos angebotene Dienste Daten ihrer Nutzer zu sammeln. Viele Werbefirmen seien beispielsweise mit Anbietern wie Google verbunden, die gezielt Daten über Nutzer sammelten und durch das Verketten dieser Daten ein sehr genaues Profil über die jeweiligen Nutzer erstellten. „Dadurch ist es möglich, den Kunden besonders gläsern zu machen“, sagte Federrath.

Entscheidend sei dabei, dass diese Daten endlos zur Verfügung stünden und so zum Beispiel Veränderungen des Konsumverhaltens von Kunden über die Zeit erkennbar und vorhersehbar würden. „Wenn ich mich als Kunde weiterentwickele, dann weiß das unter Umständen der Werbeanbieter bereits schon vorher.“

Um sich vor solchen Szenarien schützen zu können, forderte Fedderath dazu auf, immer dann, wenn es möglich sei, den Rechner oder das Mobiltelefon ganz auszuschalten.  Es gebe nämlich nicht immer die Notwendigkeit mit dem Internet verbunden zu sein.  Im Weiteren könne die Verschlüsselung von Daten und das Löschen von sogenannten Cookies dabei helfen Datenspuren zu verwischen. „Cookies sind kleine Datensätze, die meist unbemerkt auf dem Rechner gespeichert werden. Das gilt genauso fürs Mobiltelefon. Und diese kleinen Datensätze sollte man regelmäßig löschen, um den Online-Anbietern das Sammeln von Daten zu erschweren“, sagte Federrath.

Im Anschluss ging der Informatik-Professor auf die zu­neh­men­de Ab­hän­gig­keit von In­for­ma­ti­ons­tech­nik in den meisten Le­bens­be­rei­chen ein, welche neue Antworten auf die Frage nach der In­for­ma­ti­ons­si­cher­heit erfordere. „Nie­mand möch­te gerne, dass etwa das Gesundheitssystem wegen eines Ha­cker­an­griffs ausfällt“, sagte Federrath. Gerade der Staat sei gefragt, den Schutz kritischer In­fra­struk­tu­ren zu gewährleistein. Doch die Gesetzgebung weise hierbei in vielen Fällen Mängel auf und trage etwa im Bereich des Datenschutzes und der Cybersicherheit nicht zu einem gesteigerten Vertrauen in der Bevölkerung bei.  Deutschland habe in den letz­ten Jah­ren zwar mehr im Bereich der Si­cher­heits­for­schung getan und zum Beispiel Lö­sun­gen zur Prävention und der Auf­klä­rung von Straf­ta­ten im In­ter­net ge­schaf­fen. Die Stär­kung des Da­ten­schut­zes und der Rech­te des Ein­zel­nen seien da­ge­gen eher ver­nach­läs­sigt worden. Das Recht auf informationelle Selbstbestbestimmung zu gewährleisten und die Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme weiter auszubauen, sei in diesem Rahmen eine wichtige Aufgabe.

Abschließend verwies der Medienexperte darauf, dass es einer ethischen Diskussion über die Gestaltung der Digitalisierung und der Cybersicherheit bedürfe. In diesem Zusammenhang ging er auf den Einsatz von Schadsoftware durch Bundesbehörden ein, um etwa Verbrecher oder Terroristen zu überwachen. Solche Einsätze seien kritisch zu betrachten, da Cy­ber­an­grif­fe von Demokratien ausgehend auch immer wieder durch Ge­gen­an­grif­fe er­wi­dert wer­den könnten und damit demokratische Systeme in Gefahr brächten. Fedderrath betonte, dass besonders der gezielte Einkauf von Sicherheitslücken und Schadsoftware durch deutsche Behörden auf dem Schwarzmarkt aus ethischen Gesichtspunkten bedenklich sei. Um an vertrauliche Daten zu gelangen bedienten sich auch die deutschen Behörden immer wieder auf dem Schwarzmarkt, über den kriminelle viel Geld verdienen könnten. „Sicherheitslücken dürfen auf dem Schwarzmarkt nicht von staatlichen Stellen gekauft werden“, sagte der Wissenschaftler.

Der Informatiker verwies auch auf seine Rolle als Gutachter im NSA-Untersuchungsausschuss und erklärte, dass Daten von Mobiltelefonen, die der BND in die USA geliefert hat, dazu genutzt werden konnten Menschen zu lokalisieren und Drohnenraketen auf diese abzufeuern. Auch dieser Fall zeige, wie wichtig eine werteorientierte Diskussion  über den Einsatz von In­for­ma­ti­ons­tech­nik und damit verbundene Risiken und Chancen sei.

Aktuelle Präsentation von Prof. Federrath zum Thema Cybersicherheit und Cyberdatenschutz

Zukunft gestalten: Deutschlandstipendium 2017

73 Studierende der Universität Hamburg erhielten am 24. Januar von der Vizepräsidentin der Universität Hamburg, Frau Prof. Dr. Jetta Frost, ein Deutschlandstipendium. Stipendiatinnen und Stipendiaten, Förderer und Mitglieder der Auswahlkommission trafen sich zur Vergabefeier im Festsaal des Erika-Hauses auf dem Gelände des UKE.

Das Deutschlandstipendium wird seit 2015 mit jährlich wachsenden Zahlen an der Universität vergeben. Die Universitäts-Gesellschaft engagiert sich seit Beginn für dieses Projekt und ist mit neun Stipendien in diesem Jahr der größte Einzelförderer.

Die Vorsitzende der Universitäts-Gesellschaft, Frau Weber-Braun, betonte in Ihrer Ansprache, dass „eine Stipendienkultur wie die des Deutschlandstipendiums eine Win-Win Situation für alle Beteiligten erzeugt. Studierende bekommen eine Chance geschenkt, Unternehmen können Nachwuchskräfte für sich begeistern und der Wissenschaftsstandort Hamburg wird gestärkt. Das passt perfekt zur Universitäts-Gesellschaft als Netzwerk für den Dialog von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.“

Die Studierenden erhalten 300 Euro pro Monat, finanziert je zur Hälfte aus staatlichen Geldern und von privaten Geldgebern. Die Auszeichnung wird für Leistung und Begabung, gesellschaftliches Engagement, Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und nach Bedürftigkeit an Studierende aller Fakultäten vergeben. Gefördert wird somit eine große Fächervielfalt aus mehr als 180 Studiengängen von der Rechtswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Molekularbiologie bis zu den Polar- und Meereswissenschaften, Friedens- und Sicherheitsforschung sowie Historische Musikwissenschaft.

Erstmals werden mit dem Deutschlandstipendium auch besonders herausragende Studierende mit Fluchthintergrund gefördert. Zwölf der insgesamt 73 Stipendien wurden daher an Flüchtlinge vergeben, die zum Oktober 2016 an der Universität Hamburg in Fächern wie Medizin, Pharmazie, Sozialökonomie oder Informatik erstmals immatrikuliert wurden. Sie kommen aus Syrien, Iran oder Afghanistan.

Hier erfahren Sie mehr über unser Engagement, die Geförderten und die Möglichkeit, selbst zu fördern

© UHH/Michel Dingler

Meereisdicke Flugzeugmessung, © E. Horvath/AWI

Offenes Wasser um den Nordpol: Arktisches Meereis auf dem Rückzug

Vermeidung des Klimawandels war Schwerpunktthema des Veranstaltungsprogramms 2016

Im September 2016 ist die Fläche des Arktischen Meereises auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern (Mio km2) abgeschmolzen. Dies ist die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen. Weniger Meereis gab es nur im Negativ-Rekord-Jahr 2012 mit 3,4 Mio km2. „Dies ist erneut ein massiver Eisverlust in der Arktis“, so Prof. Lars Kaleschke von der Universität Hamburg. Prof. Christian Haas vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) bestätigt: „Der Trend setzt sich fort.“ Nordost- und Nordwestpassage sind jetzt gleichzeitig für Schiffe befahrbar.

Für eine kontinuierliche Eisdickenbestimmung entwickelten die Universität Hamburg und das AWI gemeinsam ein neues Datenprodukt. Es kombiniert erstmals Messungen der zwei ESA-Satelliten CryoSat und SMOS und kann Trends aufzeigen. „So konnten wir schon am Ende des arktischen Winters sehen, dass das Eis zehn Zentimeter dünner war als in den Vorjahren, eine deutliche Verminderung“, sagt Lars Kaleschke.

Die jeweils aktuelle Fläche des Meereises wird mit Hilfe von Satellitendaten bestimmt. Ein vom Team um Kaleschke verbessertes Verfahren erlaubt jetzt eine Abbildung bis auf drei Kilometer genau. Üblich sind bisher Auflösungen von etwa mindesten zwölf Kilometern. In der Visualisierung (Schmelze 2016 im Zeitraffer) werden dadurch Details wie Wirbel, Rinnen und Eiskanten besonders gut sichtbar – und geben wertvolle Hinweise auf die Dynamik im Eis und damit seine Stabilität.

Das Meereis der Arktis gilt als kritisches Element im Klimageschehen und als Frühwarnsystem für die globale Erwärmung. „Der Rückzug des arktischen Meereises ist ein deutlicher Hinweis, dass die globale Erwärmung ungebremst fortschreitet“, sagt Lars Kaleschke.

Zur ausführlichen Meldung des Centrums für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg

Hamburger Wissenschaftspreis geht an Prof. Dr. Roland Wiesendanger

Prof. Dr. Prof. E.h. Dr. h. c. Roland Wiesendanger vom Fachbereich Physik der Universität Hamburg wurde von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet des Nanomagnetismus mit dem Hamburger Wissenschaftspreis 2015 ausgezeichnet. Prof. Wiesendanger, der auch Mitglied des Beirats der Universitäts-Gesellschaft ist, gehört zu den international führenden Vertretern der Nanowissenschaften in Deutschland. Ihm und seinem Team ist es gelungen, mit einem speziell entwickelten Rastertunnelmikroskop kleinste magnetische Strukturen auf atomarer Skala sowohl abzubilden als auch zu konstruieren. „Mit dieser Ingenieurskunst auf atomarer Ebene können wir gezielt in die atomare Welt eingreifen“, so Prof. Wiesendanger.

Mit seiner Forschung schafft er die Grundlage für die Entwicklung neuer Speichertechnologien und Logikbauelementen von bisher unerreichter Speicherkapazität und Energieeffizienz. „Diese Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Nanotechnologie von Professor Wiesendanger liefern nicht nur Grundlagen für neue Speichertechnologien“, sagte der Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und Vorsitzende der siebenköpfigen Jury des Hamburger Wissenschaftspreises, Professor Dr. Edwin J. Kreuzer. „Sie lassen zudem hoffen, dass sein Forschungsansatz ein Weg zur Entwicklung für den ressourcenschonenden Energietransport sein wird. Das Preisgeld wird Herr Wiesendanger vor allem für die Nachwuchsförderung auf diesem wichtigen Forschungsgebiet einsetzen.“

„Professor Wiesendanger hat in den vergangenen 25 Jahren durch seine Forschung auf dem Gebiet der Nanowissenschaften Hamburg zu einem international anerkannten Zentrum für nanowissenschaftliche Forschung gemacht“, so Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und Schirmherr des Hamburger Wissenschaftspreises.
Der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen, sagte: „Es freut mich ganz besonders, dass mit der diesjährigen Verleihung des Hamburger Wissenschaftspreises nicht nur ein herausragender Wissenschaftler unserer Universität, Herr Prof. Dr. Wiesendanger, ausgezeichnet wird, sondern dass der Preis außerdem dem Nachwuchs in den Nanowissenschaften zugutekommen soll.“
Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird gestiftet von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve. Die feierliche Preisverleihung fand am 20. November 2015 im Hamburger Rathaus unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz statt.

Urkundenübergabe an Prof. Dr. Roland Wiesendanger durch den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften Hamburg, Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer. © AdWHH/Engel&Gielen

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank überreicht den Bundesverdienstorden an Prof. Dr. Angelika C. Wagner. © Ch. Scholz/ UHH

Bundesverdienstorden an Prof. Dr. Angelika C. Wagner verliehen

Sie hat die Idee des Mentoring als Förderinstrument für Frauen nach Deutschland geholt: Die Pädagogin und Psychologin Angelika Wagner, emeritierte Professorin der Universität Hamburg und Vorstandsmitglied der Universitäts-Gesellschaft Hamburg. Für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gleichstellung von Frauen wurde Prof. Wagner im April 2015 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Das von ihr gegründete Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring erhielt die Medaille für treue Arbeit des Hamburgischen Senats für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit.
Von den ersten sogenannten Frauengesprächsgruppen in den frühen 1970er Jahren über Selbstbehauptungstrainings bis hin zu zahlreichen Aktivitäten und Initiativen in Gremien und Kommissionen: Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt sich Prof. Wagner für die Stärkung, Chancengleichheit und Sichtbarmachung von Frauen ein.

Mehrfach war sie Pionierin, auch in Hamburg: So war sie eine der ersten Frauen im Amt der Vizepräsidentin der Universität Hamburg und Gründerin des Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring, dessen Mentoring-Programm UNICA von der Universitäts-Gesellschaft unterstützt wird. Es bietet Frauen individuelle Beratung und Mentoring in Berufs- und Karrierefragen durch beruflich hochqualifizierte Expertinnen. Diese setzen sich ebenfalls seit Jahren ehrenamtlich für das berufliche und persönliche Fortkommen von Frauen ein und wurden dafür zusammen mit der Organisation mit der Medaille für treue Arbeit des Hamburgischen Senats geehrt.

Die Senatorin für Wissenschaft und Gleichstellung, Katharina Fegebank sagt: „Frau Prof. Wagner hat sich seit jeher für die Chancengleichheit von Frauen engagiert und dabei viele kreative und erfolgreiche Initiativen gestartet und umgesetzt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring haben zahllose Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen beraten und unterstützt. Dieses Engagement ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar und eine wichtige Unterstützung auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft.“

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